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Krefeld: Die Veranstaltung Krefeld Elektrisch war ein großer Erfolg für alle.

Krefeld Elektrisch : Besucher strömen zu „Krefeld Elektrisch“

Der Informationsbedarf beim Thema „E-Technik“ ist hoch. Das stellten die Organisatoren von Krefeld Elektrisch dieses Wochenende fest. Die Einzelhändler konnten sich an beiden Tagen über großen Zuspruch freuen.

Hochzufrieden zeigten sich alle Beteiligten, von Ausstellern bis Einzelhandel, mit der Veranstaltung „Krefeld Elektrisch“, die am Wochenende rund um den Schwanenmarkt stattfand und mit einem verkaufsoffenen Sonntag kombiniert wurde. „Ich habe mit allen Ausstellern gesprochen, und sie sagten, es herrsche ein großer Informationsbedarf über Autos, Fördermöglichkeiten und Infrastruktur. Viele Probefahrten wurden vereinbart, und das Interesse war groß“, sagte Christoph Borgmann, Vorsitzender der Krefelder Werbegemeinschaft, der als einer der Organisatoren das Event angestoßen hatte.

Krefeld: Die Veranstaltung Krefeld Elektrisch war ein großer Erfolg für alle.
Foto: Jens Voss

Dabei war es eigentlich eher eine Art ‚Testballon’, und im Vorfeld hatten die Veranstalter kommuniziert, dass sie nicht wüssten, wie es angenommen würde. Das Besucheraufkommen aber war groß und zog auch viele Menschen in die Innenstadt, die das vor allem am Samstag trotz kalter Temperaturen wunderschöne Wetter nutzten, um neues Wissen über E-Mobilität mit einem Einkaufsbummel zu verbinden. „Normalerweise sind Samstage nach einem Brückentag eher von schlechteren Umsätzen geprägt. Gestern war das Gegenteil der Fall und auch heute ist die Stadt sehr gut besucht“, sagte Borgmann am Sonntagnachmittag und zog so bereits vor Ende der Veranstaltung ein äußerst positives Fazit.

 Den „KRuiser“ der SWK testen Michelle Grzesiok und Julian Deymann.
Den „KRuiser“ der SWK testen Michelle Grzesiok und Julian Deymann. Foto: Lammertz, Thomas (lamm)

Die Bühne im Schwanenmarkt zog immer wieder Passanten mit ihren Präsentationen an. Besonders als ein Tesla S präsentiert wurde, bildete sich schnell eine Menschentraube. Der amerikanische Technologieführer begeistert offenkundig die Menschen.

 Elektro kann auch schick sein: Das zeigte der BMW i7 vor dem Schwanenmarkt. Der Hybrid kostet stolze 170.000 Euro.
Elektro kann auch schick sein: Das zeigte der BMW i7 vor dem Schwanenmarkt. Der Hybrid kostet stolze 170.000 Euro. Foto: Lammertz, Thomas (lamm)

Das zeigte sich auch bei der Fahrschule Tiefers, die als einzige Krefelder Fahrschule nicht nur Fahrstunden auf einem Tesla anbietet, sondern auch 90-minütige Probefahrten für jedermann im Programm hat. „Das Interesse ist sehr groß. Wir haben viele Gutscheine für Probefahrten verkauft“, sagte Tim Tiefers. Extra für „Krefeld Elektrisch“ bot die Fahrschule ein Sonderangebot zum halben Preis an.

 Kerstin Abrahams vom Vorstand der SWK hat das Steuer fest in der Hand.
Kerstin Abrahams vom Vorstand der SWK hat das Steuer fest in der Hand. Foto: Lammertz, Thomas (lamm)

Mit vielen Fahrzeugen und Personen waren auch die SWK vertreten. „Bei uns ist ein großer Teil unserer Fahrzeugflotte bereits elektrisch, und alles ist alltagstauglich. Das gilt auch für das Car-Sharing“, sagte Pressesprecherin Dorothee Winkmann, die auch pünktlich zum Event zwei Neuigkeiten zu verkünden hatte. „Wir haben gerade frisch unseren Strommix neu ermittelt, und unser Strom stammt zu 65 Prozent aus regenerativen Quellen. Damit sind wir deutschlandweit ganz vorn dabei, und es passt natürlich perfekt zu sauberer Elektromobilität. Anfang des Jahres wollen wir dann auch eine Studie mit der Hochschule Niederrhein aufziehen und vollelektrische Busse in unseren Fuhrpark aufnehmen“, teilte Winkmann mit.

 Frank Hucken (r.), Inhaber von Elektro Hucken, „tankt“ im Schwanenmarkt sein E-Mobil über die Wallbox auf.
Frank Hucken (r.), Inhaber von Elektro Hucken, „tankt“ im Schwanenmarkt sein E-Mobil über die Wallbox auf. Foto: Lammertz, Thomas (lamm)

Mit dem Verleih von Elektrorollern wollen die SWK voraussichtlich im März beginnen. Die dazugehörige App ist bereits erhältlich. Und auch bei der Infrastruktur ist das Unternehmen gut aufgestellt. Diese sei wichtig, sagte auch Frank Hucken von Elektro Hucken. „Ein E-Mobil über eine normale Steckdose zu laden ist möglich, aber auf Dauer nicht empfehlenswert. Sie wird zu heiß. Eine Wallbox mit entsprechendem Anschluss ist weit besser. Man fährt ja auch nicht mit dem Reserverad nach Spanien“, erläuterte er. Die Kosten lägen mit Material und Einbau zwischen 2000 und 2500 Euro.

Krefelds Autohändler vereinbarten viele Probefahrten an beiden Tagen. Michael Lucassen interessierte sich sogar unmittelbar für den Kauf eines Hyundai. „Ich bin selbst Elektriker und glaube an E-Mobilität. Wichtig ist mir aber die Ladeinfrastruktur mit den verschiedenen Kartensystemen“, sagte er.

Insgesamt lässt sich festhalten: Auch wenn die Modellpalette noch hier und da Lücken hat: Das Interesse bei den Bürgern an der E-Mobilität ist offenkundig da.