1. NRW
  2. Städte
  3. Krefeld

Krefeld: Die Skateanlage Rundweg soll 2023 fertig sein

An der Lange Straße/Alte Krefelder Straße : Skatepark Rundweg soll 2023 fertig sein

Die Stadt stellte am Dienstagnachmittag die Umgestaltung der Skateanlage Lange Straße in Uerdingen vor. Federführend ist das Planungsbüro „Betonlandschaften“ aus Köln. Die Planer wollen im Sommer 2023 fertig sein.

Es ist ein bisschen wie eine Reise in einer Zeitmaschine. Genau vor drei Jahren trafen sich Skater mit Mitarbeitern der Stadt Krefeld auf der Anlage Lange Straße/Alte Krefelder Straße, genannt Rundweg. Thema war die Umgestaltung des beliebten Platzes für 230.000 Euro. Die Skater konnten ihre Wünsche und Ideen einbringen. Das war im Juni 2019. Am Dienstag nun gab es eine ähnliche Veranstaltung, und wieder konnten die Skater ihre Vorstellungen benennen. Diesmal jedoch soll der Umbau auch tatsächlich starten. Die Fördergelder sind bewilligt, die Experten rechnen mit einer Fertigstellung im Sommer 2023.

 Die Skater sind sehr interessiert an den Umbau-Plänen. James Dickerson vom Planungsbüro „Betonlandschaften“ (Mitte) zeigt ein 3D-Modell, wie eine Bowl später aussehen könnte. Der Skatepark soll in 2023 fertig werden.
Die Skater sind sehr interessiert an den Umbau-Plänen. James Dickerson vom Planungsbüro „Betonlandschaften“ (Mitte) zeigt ein 3D-Modell, wie eine Bowl später aussehen könnte. Der Skatepark soll in 2023 fertig werden. Foto: Bärbel Kleinelsen

Die Freude über diese Neuigkeit ist den jungen Leuten, die sich bei gutem Wetter täglich auf dem Platz treffen, deutlich anzusehen. Überzeugen kann auch Planer James Dickerson vom Kölner Büro „Betonlandschaften“, das weltweit Skateparks umbaut und neu gestaltet. Auch Andrea Brönner vom Fachbereich Umwelt und Isabella Ashauer vom Bereich Planen und Bauen im Kommunalbetrieb Krefeld sehen den Prozess auf einem guten Weg, allerdings sei eine Steigerung der Kosten angesichts der derzeit angespannten Lage genauso wahrscheinlich wie Probleme, ausführende Betriebe zeitnah zu bekommen. Deswegen soll die Ausschreibung so schnell wie möglich, auf jeden Fall noch in diesem Jahr erfolgen.

 Die Skater Marcus Thieme (l.) und Timo Jansen, Andrea Brönner von der Verwaltung (2v.l.), James Dickerson vom Planungsbüro "Betonlandschaften" (2.v.r.) und Isabella Ashauer vom Kommunalbetrieb besprechen die Pläne.
Die Skater Marcus Thieme (l.) und Timo Jansen, Andrea Brönner von der Verwaltung (2v.l.), James Dickerson vom Planungsbüro "Betonlandschaften" (2.v.r.) und Isabella Ashauer vom Kommunalbetrieb besprechen die Pläne. Foto: Bärbel Kleinelsen
  • Im kommenden Jahr soll der Plan
    Planer stellen vor : So soll der neue Skatepark in Erkelenz aussehen
  • Der Gladbacher Dominic Wenzel wird auch
    Skatewettbewerb in Mönchengladbach : Diese Skater rollen beim Wettbewerb „Interskate 61“ an
  • Gute Stimmung beim Sommerfest im Bechemer
    Schuib für die Ratinger City : Innenstadt-Projekte auf der Zielgeraden

Herzstück des neuen Parks, der dann auch den Namen Skatepark verdient haben soll, wird eine so genannte Bowl sein, auch Pool genannt. Drei Varianten einer solchen Bowl hat Dickerson mit seinem Team erarbeitet. Während Variante Eins eher eine Standard-Version ist, lässt Variante Drei auch die Herzen ambitionierter Skater höher schlagen. „Da hätte ich Lust, jetzt schon direkt da hinein zu fahren“, kommentiert Timo Jansen, Pate der Anlage, die Pläne.

 Das Kölner Planungsbüro "Betonlandschaften" stellte den Skatern drei verschiedene Varianten der Umgestaltung vor.
Das Kölner Planungsbüro "Betonlandschaften" stellte den Skatern drei verschiedene Varianten der Umgestaltung vor. Foto: Bärbel Kleinelsen

Variante Zwei ist eine Mischung aus den Plänen Eins und Drei, eine Kompromiss-Lösung sozusagen. Bei einer Abstimmung schneidet sie am schlechtesten ab. Mit großer Mehrheit entscheiden sich die Skater für die dritte Variante, die allein durch ihre Tiefe von 2,40 Meter mehr Herausforderung bietet. Allerdings gibt es auch eine Stelle, an der die Bowl nur 1,60 Meter in den Boden gebaut wird, um auch Anfängern den Einstieg zu ermöglichen.

 Auch der neu eröffnete Skatepark Meerbusch hat eine Bowl des Kölner Planungsbüros.
Auch der neu eröffnete Skatepark Meerbusch hat eine Bowl des Kölner Planungsbüros. Foto: Hans-Juergen Bauer (hjba)

Am Rande der Bowl sollen weitere Elemente wie eine Rail platziert werden. Dickerson verspricht: „Ihr könnt dann auch auf die Baustelle kommen und sagen, wo wir die Elemente aufstellen sollen.“ Auch der Rand der Bowl soll befahrbar sein. Der Planer betont, dass alle Betonelemente in Handarbeit erstellt würden und entsprechend arbeitsintensiv seien. Verzinkte Stangen als Abschlüsse der Kanten seien weniger pflegeintensiv und deswegen für öffentliche Anlagen gut geeignet.

 Die Skateanlage Uerdingen ist aktuell wenig attraktiv, wird aber trotzdem gut genutzt.
Die Skateanlage Uerdingen ist aktuell wenig attraktiv, wird aber trotzdem gut genutzt. Foto: Lammertz, Thomas (lamm)

Neben neuen Sitzelementen und Fahrradständern soll es auch eine Beleuchtung geben, die den Park wahrscheinlich bis 22 Uhr auch in der dunkleren Jahreszeit nutzbar macht. Ein Hip, eine oben abgeflachte Pyramide, an der Seite der Bowl, an der es bereits die Halfpipe gibt, soll für noch mehr Schwung und Fahrvergnügen sorgen. „Ich finde die Pläne sehr gut, auch, weil an Anfänger gedacht wurde“, sagt Skater Marcus Thieme.

In den kommenden Wochen wollen die Experten von „Betonlandschaften“ ein 3D-Modell der dritten Variante anfertigen und das Ergebnis dann den Skatern am Rundweg vorstellen. Planer Dickerson verspricht, dass der fertige Skatepark allein durch die Tiefe der Bowl eine Attraktion für die gesamte Umgebung sein wird. Auch das hören die Sportler nur allzu gern. Und hoffen, dass diesmal den Worten auch Taten folgen werden.