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Krefeld: Die Kreissynode tagte in der Kreuzkirche Lank

Krefeld : Kreissynode: Evangelische Kirche altert schneller als erwartet

Die Synode des Evangelischen Kirchenkreises Krefeld-Viersen umfasst 26 Gemeinden mit knapp 101.000 evangelische Christinnen und Christen. Zur 77. Synode kamen 119 Teilnehmer.

(mgö) 138 Synodale gehören zurzeit der Synode des Evangelischen Kirchenkreises Krefeld-Viersen an. Vertreter aus 119 Synodalen fanden sich am jetzigen Wochenende zur zweiten Tagung der 77. Kreissynode in der Kreuzkirche Lank-Latum zusammen. Auf der Tagesordnung standen 18 Punkte. Grundsätzlich ging es auch darum, die Kirche den sich veränderten gesellschaftlichen Verhältnissen anzupassen.

„Die Kirche darf nicht so bleiben, wie sie ist – sonst bleibt sie nicht“, mahnte Superintendent Burkhard Kamphausen. Anhand der zahlenmäßigen Entwicklung der Gemeindeglieder wird in einer mit der Bemessungsgröße 2030 in Auftrag gegebenen Studie deutlich, dass die Altersstruktur in der Kirche älter ist als die in der Gesamtgesellschaft: „Die Demografie schlägt schneller zu als erwartet.“

Gemeinden, die früher über 3000 Angehörige verfügten, zählen heute häufig nur noch 1800. Das macht sich negativ bei der Besetzung neuer Stellen bemerkbar. „Die Tendenz zur halben Stelle ist massiv. Es müssen Kooperationen geschlossen werden. Das ist nicht einfach, wir wollen keine Mega-Gemeinden,“ sagte der Superintendent. Um die Zahl der Gemeindeglieder zu stabilisieren, gilt es, junge Menschen zu interessieren. „Jugendarbeit wird dort, wo sich die Kirche um Zukunftsfragen wie den Klimawandel und die Bildungsentwicklung kümmert und sich damit als gesellschaftliche Größe darstellt, wahrgenommen“, sagte Axel Stein, erster Stellvertreter des Superintendenten.

Während der Tagung wurde auch der Stand der aufgesetzten Projekte beurteilt: „Sie kommen so voran, wie von uns gewünscht.“ Trotzdem gäbe es „drängende Fragen“. Dazu gehören der Kindergartenbereich, die Pflegesituation und das Flüchtlingsthema. In diesem Zusammenhang versprach Burkhard Kamphausen: „Wir kümmern uns um den Frieden. Diese Aufgabe steht ganz oben.“ Der Superintendent, seit 2009 im Amt und bis 2024 bestätigt, nutzte die Tagung, um danke zu sagen. Er wird seinen Dienst zum 1. Juli 2019 aus persönlichen Gründen beenden.

Das führte zur Diskussion, ob in Zukunft ein hauptamtlicher oder nebenamtlicher Superintendent gewählt werden sollte. Eine Entscheidung darüber wird während einer Sondersynode im März 2019 getroffen. Letztendlich ging es neben Berichten zu Immobilien und Personal auch um den Haushalt. Er wurde ohne Rücklagenentnahme und Kreditaufnahme entlastet.

Neu gewählt als Beauftragter für Umwelt- und Energiefragen wurde Klaus Armonies, Kirchengemeinde Krefeld-Süd. Im Fachausschuss für Frauenarbeit ist Marita Rüdiger und im Nominierungsausschuss Pfarrer Volker Hülsdonk, Kirchengemeinde Krefeld-Oppum. Neu gewählt in den Fachausschuss Krankenhausseelsorge wurde Dr. Martin Jentsch, und Synodalbeauftragter für Ökumene ist Bernhard Kamphausen.