Krefeld: Die GSAK-App Sauberline im Test

Müllentsorgung in Krefeld: Die GSAK-Smartphone-App im Praxistest

Die Smartphone-App der GSAK-Stadtreinigung verspricht schnelle Hilfe bei der Beseitigung wilder Müllkippen und eine übersichtliche Darstellung von Abfuhrterminen. Im Praxistest hat die App jedoch so ihre Macken — und muss sich Kritik der Nutzer gefallen lassen.

Wilde Müllkippen ganz einfach per App an die GSAK melden, den nächsten Müllabfuhr-Termin im Blick behalten oder Standorte von Hundekot-Stationen und Recycling-Containern erfahren: Das alles ist mit der GSAK-App fürs Smartphone möglich. Was auf den ersten Blick praktisch erscheint, muss sich im App-Store einige Kritik gefallen lassen und hat auch im Praxis-Test so seine Macken.

Beispiel Müllabfuhr-Erinnerung: Seit dem App-Udate vor einigen Monaten ist es nicht mehr möglich, bei der Erinnerungsfunktion für die Müllabfuhr eine Uhrzeit eigener Wahl anzugeben. „Das macht die Funktion für mich unbrauchbar“, schreibt ein User. „Ich möchte am Vorabend erinnert werden, damit ich die Tonnen rausstellen kann. Das ist aber nicht möglich.“ Tatsächlich werden die Erinnerungen am frühen Morgen des Vortags aufs Handy geschickt. „Für mich macht es wenig Sinn, wenn ich morgens um 9 Uhr erinnert werde“, kritisiert ein anderer Nutzer, der außerdem für das „angestaubt wirkende Design“ der App nur einen von fünf Sternen vergibt.

Das Melden von wilden Müllkippen über die App ist mühsam, weil keine auf dem Handy gespeicherten Fotos hochgeladen werden können. Foto: Jens Voss

Auch das Melden von wilden Müllkippen ist mit der App möglich, aber nicht bequem. Über einen Klick geht es zur Maske, die mit Namen, Mailadresse und Telefonnummer ausgefüllt werden muss — bei jeder Meldung. Denn die Anwendung merkt sich die Nutzerdaten nicht. Das ist insofern ärgerlich, als dass das Foto von der wilden Müllkippe direkt vor Ort in der App gemacht werden muss und nicht aus auf dem Handy gespeicherten Aufnahmen hochgeladen werden kann. Heißt: Das Ausfüllen muss direkt vor Ort bei Wind und Wetter am Straßenrand geschehen und kann nicht zu einem späteren Zeitpunkt, zum Beispiel von zu Hause aus, erledigt werden.

Über die Navigationsfunktion können Nutzer direkt zur nächsten Hundekotstation oder Recycling-Container navigieren. Foto: Jens Voss

Nutzerfreundlich ist hingegen die Anzeige der nächsten Leerungstermine, die nach Tonnenart für die eingespeicherte Adresse des Nutzers aufgegliedert ist. So lässt sich mit einem Klick ablesen, wann zum Beispiel das Altpapier zum nächsten Mal abgefahren wird.

Die kommenden Abfuhrtermine können für jede Adresse im Stadtgebiet übersichtlich angezeigt werden. Foto: Jens Voss
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Die Anzeige der Hundekotstationen und Recycling-Container ist übersichtlich auf einem Stadtplan darstellt, inklusive des aktuellen Handy-Standorts. So kann zum Beispiel beim Spaziergang mit dem Hund nachgesehen werden, ob sich eine Hundekotstation in der Nähe befindet und direkt dort hin navigiert werden.

Stark verbesserungswürdig ist die fünfte und damit letzte Funktion der App: Der Müll-Jahreskalender. Beim Öffnen springt die App auf die Januar-Termine — wirklich unbequem, wenn Kunden sich im Oktober über die verbleibenden Abfuhrtage des Jahres schlau machen wollen. Dazu müssen sie nämlich über alle Abfuhrtermine ab Januar für alle Tonnen ganz nach unten scrollen. Und das dauert. Diese mangelnde Übersichtlichkeit wird von Nutzern im App-Store bemängelt. Insgesamt gibt es für die GSAK nur 2,4 von fünf möglichen Sternen. Volle fünf Sterne hat keine einziger Nutzer vergeben.

Die App kann für Android und iOS in den App-Stores kostenlos heruntergeladen werden. Über die Service-Rufnummer 582200, die so genannte Sauber-Line, können Bürger von montags bis freitags, 8 bis 17 Uhr, Verunreinigungen im öffentlichen Straßenraum melden.

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