Krefeld: Die FDP-Mitte fordert Tempo 30 innerhalb der Ringe

ADAC ist skeptisch : Die FDP-Mitte fordert Tempo 30 innerhalb der Ringe

Tempo 30 wäre ein enormer Gewinn an Sicherheit für ungeschützte Verkehrsteilnehmer wie Fußgänger und Radfahrer

(jon) Die Freien Demokraten in der Stadtmitte fordern eine flächendeckende Geschwindigkeitsbegrenzung auf allen Straßen in der City innerhalb der Ringe. Dies erklärten der Vorsitzende der FDP-Mitte, Jürgen Wagner, und Peter Kelm, Mitglied der Bezirksvertretung Mitte für die Liberalen. „Es gibt kein Argument gegen eine umfassende Geschwindigkeitsbegrenzung auf Tempo 30 in der Innenstadt. Ganz im Gegenteil: Tempo 30 wäre ein enormer Gewinn an Sicherheit für ungeschützte Verkehrsteilnehmer wie Fußgänger und Radfahrer“, so Wagner. Ihr Argument: Werde man als Radfahrer von großen Fahrzeugen mit schnelleren Geschwindigkeiten, wie etwa Tempo 50, überholt, entsteht insbesondere bei Bussen und Lkw ein starker Sogeffekt. Das birgt Gefahren. „Schon heute haben viele Radfahrer und Fußgänger Angst eine Straße zu überqueren, weil Autos sehr schnell angefahren kommen“, ergänzt Kelm. Auch Busse und Straßenbahnen seien häufig schnell unterwegs. Würde die Geschwindigkeit grundsätzlich verlangsamt, würde durch die geringere Beschleunigung Energie eingespart, was dem Umwelt zu Gute kommt, und beim Bremsen würden weniger Feinstaub und Bremssand freigesetzt. Wie die Liberalen weiter Mitteilen, sinke außerdem bei Tempo 30 au der Lärm um zwei bis drei Dezibel, was der Mensch fast als Halbierung wahrnehme. Und: Der Verkehr würde bei Tempo 30 flüssiger laufen, es würde Energie gespart und der Gesundheit der Menschen, die in der Innenstadt leben und sich dort bewegen, würde geholfen. Das sieht der ADAC anders: „Tempo 30 als innerörtliche Regelgeschwindigkeit ist nach unserer Ansicht weder aus Sicherheits- noch aus Umweltgründen zielführend. Im Gegenteil: Tempo 30 auf Hauptverkehrsstraßen führt zu erhöhtem Ausweichverkehr in Wohngebieten mit unerwünschten Folgewirkungen“, erklärt ein Experte.

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