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Krefeld: Die Anmeldung für weiterführende Schulen startet

Das müssen Eltern von Viertklässlern in Krefeld wissen : Anmeldungen für weiterführende Schulen

Ab dem 2. Februar können Kinder in ihren Wunschschulen angemeldet werden. Wir informieren darüber, was Eltern beachten müssen und was sich in diesem Jahr ändert.

(bk) Bis Anfang Februar muss die Schulwahl für die weiterführenden Schulen entschieden sein: In der ersten Februarwoche laufen an vier Tagen die Anmeldungen. Üblicherweise finden sie persönlich statt und sind mit einem Beratungsgespräch verbunden. Das Schulministerium hat es auch in diesem Jahr vor dem Hintergrund der Corona-bedingten Herausforderungen den Schulen freigestellt, abweichend vom üblichen Verfahren auch rein schriftliche Anmeldungen zu ermöglichen.

Vorab informieren: Im Vorfeld der Anmeldewoche sollten Eltern deshalb unbedingt die Homepages der Schulen besuchen oder anrufen, um sich über den konkreten Ablauf zu informieren. Die Gegebenheiten in den Schulen sind unterschiedlich, und deshalb werden auch die Vorgehensweisen bei den Anmeldungen unterschiedlich sein.

Zweitwunsch: Bei der Anmeldung muss grundsätzlich eine weitere Schule als Zweitwunsch angegeben werden. Denn manchmal reichen die Kapazitäten der Wunschschule nicht aus, um alle Kinder aufzunehmen.

Keine Mehrklassen: An Eltern, die ihr Kind an einem Gymnasium anmelden wollen, geht der Hinweis: Im Gegensatz zum vorherigen Schuljahr haben die Schulleiter der Gymnasien, der zuständige Dezernent der Bezirksregierung Düsseldorf und die Stadt Krefeld vereinbart, dass es im Sommer 2022 keine Mehrklassen in der bisherigen Form geben wird, da die Gebäudekapazitäten der Gymnasien ausgeschöpft sind. Das bedeutet, dass voraussichtlich nicht alle Schüler einen Platz am vorrangig gewünschten Gymnasium bekommen werden. Es muss damit gerechnet werden, dass bei Anmeldeüberhängen ein Platz an einem anderen Gymnasium (oder wahlweise auch einer Gesamtschule) realisiert wird. Bei der Vergabe der Plätze ist die Reihenfolge der Anmeldungen unerheblich. Faktoren wie Geschwisterkinder an der gleichen Schule, ein ausgewogenes Verhältnis von Mädchen und Jungen oder der Schulweg spielen jedoch eine Rolle.

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Bei den Gesamtschulen wird auch auf die sogenannte Leistungsheterogenität geachtet, das bedeutet, dass Schüler mit unterschiedlicher Leistungsfähigkeit gemeinsam unterrichtet werden sollen.

Übergang: Zahlreiche Grundschulen arbeiten eng mit weiterführenden Schulen zusammen. Die Lehrkräfte tauschen sich regelmäßig aus, teilweise werden sogar Termine im Schulkalender miteinander abgeglichen. Viele Lehrer geben sich große Mühe, den Übergang von einer Schule zur anderen so zu gestalten, dass Kinder mit Neugier und Freude ihr neues „Abenteuer“ in Angriff nehmen. Einige weiterführende Schulen haben zudem Willkommensprogramme oder Orientierungswochen etabliert, zum Beispiel über Patenschaften mit älteren Schülern oder Kennenlernfahrten, um den Neuen den Start zu erleichtern.

Erprobungsstufe: Mit dem Schulstart im Sommer beginnt in Realschulen und Gymnasien die sogenannte Erprobungsstufe, die bis zum Ende der sechsten Klasse andauert. Sie soll dabei helfen, die Entscheidung der Eltern für die jeweilige Schulform sicherer zu machen. In regelmäßigen Konferenzen wird über die Entwicklung jedes Kindes, etwaige Schwierigkeiten und besondere Fördermöglichkeiten beraten. Sollte die Konferenz feststellen, dass eine andere Schulform für das Kind besser geeignet wäre, wird ein Wechsel empfohlen. Am Ende der sechsten Klasse entscheidet die Versetzungskonferenz, ob das Kind seinen bisherigen Bildungsweg fortsetzen kann. Dabei ist unter anderem das Thema Fremdsprachen von Bedeutung. Lediglich in Gymnasien ist die zweite Fremdsprachen ab der siebten Klasse vorgeschrieben.

Ganztag: In der Sekundarstufe I gibt es zwei Formen von Ganztagsangeboten. Im gebundenen Ganztag dauert die Schule verpflichtend an mindestens drei Tagen pro Woche bis 15 Uhr. In Krefeld nehmen die Realschule Horkesgath, die Albert-Schweitzer Realschule, das Gymnasium Horkesgath und alle Gesamtschulen an diesem Modell teil. Neben der Mittagspause mit gemeinsamer Mahlzeit gehören auch spezielle Förderkonzepte und außerschulische Angebote zu den Merkmalen des gebundenen Ganztags. Im Gegensatz dazu dient die pädagogische Übermittagsbetreuung an anderen Schulen lediglich als Erholungszeit mit der Möglichkeit, etwas zu essen oder pädagogische Angebote wahrzunehmen. Im Nachmittagsbereich werden zusätzlich eine Hausaufgabenbetreuung und Arbeitsgemeinschaften angeboten.

Unterstützung: Die Stadt Krefeld bietet für Schüler der weiterführenden Schulen in verschiedenen Formen Unterstützung an. So erhalten Schüler ein Schoko-Ticket zur Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs, wenn der kürzeste zumutbare Fußweg zwischen Wohnung und nächstgelegener Schule der gewünschten Schulform länger ist als 3,5 Kilometer. Dabei ist ein Eigenanteil von vierzehn Euro für das erste und sieben Euro für das zweite Kind zu leisten. Für einkommensschwache Familien gibt es die Möglichkeit, diese und weitere Kosten des Schulbesuchs wie Ausflüge, Lernförderung oder Mittagsverpflegung über das Paket „Bildung und Teilhabe“ abzudecken.

Infos unter Telefon 02151 863164 oder 863161