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Krefeld: Der Werbering Fischeln will mit neuem Vorstand wieder in ruhigeres Fahrwasser

Neuer Vorstand im Werbering Krefeld-Fischeln : „Unser Boot heißt Fischeln“

Der Werbering Fischeln hat eine neue Führungsspitze, die sich für die Gewerbetreibenden im „Dorf“ einsetzen und sie ins Boot holen will. Sylvia Hafels und Dagmar Fahnler sagen: „Fischeln ist mehr als zwei Großveranstaltungen.“

Der Werbering Fischeln stellt sich mit einem neuen Führungs-Duo an der Spitze neu auf. Im Rahmen der Hauptversammlung wurde Sylvia Hafels zur Werbering-Vorsitzenden gewählt, Dagmar Fahnler ist ihre Stellvertreterin. Die beiden Frauen wollen gemeinsam Führungsaufgaben übernehmen und sich als Doppelspitze verstanden wissen.

Der Werbering hatte in den vergangenen Jahren ein wenig „Schlagseite bekommen“, oder, wie Fahnler formuliert: „Es hat geknarzt.“ Die Entscheidung, 2019 keinen Weihnachtsmarkt mehr auf dem Marienplatz zu veranstalten und stattdessen mit „Freezing Fischeln“ eine neue Veranstaltung aus der Taufe zu heben und auf die Kölner Straße – dorthin, wo die Werbering-Mitglieder ihre Geschäfte haben – zu holen, wurde in den sozialen Netzwerken förmlich zerfetzt.

Hafels und Fahnler wollen die Wogen glätten und den Fokus darauf richten, die Fischelner Kö für Kunden attraktiv zu gestalten. „Unser Boot heißt Fischeln“, sagt Hafels. Und Fischeln sei eben mehr als zwei große Veranstaltungen im Jahr. Der Werbering müsse sich über mehr als Fischeln Open plus ein vorweihnachtliches Fest identifizieren. „Fischeln ist unser Dorf, wir haben viele treue Kunden, die gern in die Geschäfte kommen und hier einkaufen“, erzählt Dagmar Fahnler. Die Kö habe sich von der Schockstarre des Corona-Lockdowns gut erholt. „Die Leute kommen wieder gucken“, berichtet Sylvia Hafels. „Wir müssen an der Attraktivität arbeiten. Es gibt so viele kleine Dinge, die dazu beitragen können: Die Baumscheiben sauber und attraktiv zu halten oder mehr Mülleimer aufzustellen zum Beispiel.“ Es gehe darum, zu schauen, ob Fischeln sich als Einheit besser präsentieren kann.

Richtung Weihnachten gedacht sprechen die beiden Frauen von ihrem Wunsch, eine einheitliche Dekoration an der Kölner Straße zu etablieren und damit Atmosphäre zu schaffen. Hafels nennt die Entscheidung für Freezing Fischeln einen „mutigen Schritt“ ihrer Vorgänger im Vorstand. Die Verlegung zur „Kö“ sei bei den Mitgliedern gut angekommen. „Wir wollen uns jetzt noch nicht festlegen, wo und in welcher Form künftig eine weihnachtliche Veranstaltung stattfindet“, sagt Hafels. In diesem Jahr, das steht fest, wird es jedenfalls keine geben. „Wir überlegen aber, ob wir dennoch eine kleine weihnachtliche Aktivität organisieren können, die keine Konflikte mit der Corona-Schutzverordnung bringt.“ Ein weiterer Gedanke ist, zu St. Martin eine schöne Aktion für Kinder zu machen.

„Wir möchten außerdem eine Art Mitgliedersprechstunde ins Leben rufen. Denn es ist wichtig, den Mitglieder zuzuhören und Input zu bekommen“, sagt Hafels. Dagmar Fahnler denkt in Richtung „kulturelle Schiene“: Es habe zum Beispiel schon Lesungen gegeben. „Vielleicht kann man das als Verein größer aufziehen?“

Was bleibt, ist auf jeden Fall das große und beliebte Straßenfest Fischeln Open. „Fischeln Open ist eine Institution“, sagt Sylvia Hafels, die in der Vergangenheit schon maßgeblich an der Organisation des Bühnenprogramms beteiligt war. „Natürlich darf Fischeln Open nicht sterben, aber vielleicht können wir noch an der Ausrichtung basteln und Fischeln als Einheit präsentieren.“