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Krefeld: Der Ter-Meer-Platz in Uerdingen wird zur Grünanlage umgestaltet.

Platzgestaltung in Krefeld : Ter-Meer-Platz wird Grünanlage mit Brunnen

Der Ter-Meer-Platz wird umgestaltet, der Spielplatz muss weichen, stattdessen entsteht ein kleiner Park. Der historische Flora-Brunnen wird repariert und soll wieder Wasser führen.

Die Umgestaltung des Ter-Meer-Platzes in Uerdingen hat begonnen. Inmitten des historischen Gebäudekomplexes aus den 20er Jahren entsteht eine kleine Grünanlage, die sich an die ursprüngliche Gestaltung von vor 100 Jahren anlehnen soll. Ein hübsches Detail der Planung ist, dass der Flora-Brunnen auf der westlichen Seite des Platzes wieder hergestellt und bald wieder Wasser führen wird. Am Dienstag wurden Teile des Brunnens mit großem Gerät abgebaut, um die dafür notwendige Technik einzubauen. 50 Jahre lang war der Flora-Brunnen als Blumenbeet zweckentfremdet worden.

Der in die Jahre gekommene und nicht mehr attraktive Spielplatz auf dem Ter-Meer-Platz muss für die Grünanlage weichen und wird stillgelegt. Das hatten Jugendhilfeausschuss und Bezirksvertretung Uerdingen Anfang des Jahres beschlossen. Denn: Im Abstand von nur wenigen hundert Metern befinden sich im Umkreis der Ter-Meer-Siedlung mehrere öffentliche Kinderspielplätze. 2019 wurden die Spielplätze Behringstraße, Braunschweiger Platz und der Spielplatz im Stadtpark Uerdingen mit zahlreichen Spielgeräten aufgewertet. Die Verwaltung sagt: „Diese drei Spielplätze bieten nun ein gutes, abgestimmtes Spielangebot für Kinder der unterschiedlichen Altersklassen bis 14 Jahren an. Alle drei Anlagen verfügen über eine ausreichend große Fläche auch zum freien Spiel.“

Der Ter-Meer-Platz, der sich im Zentrum dieser drei Spielplätze befindet, soll nun zu einer kleinen Grünanlage mit Rasenfläche und Sitzmöglichkeiten umgestaltet und das denkmalgeschützte Ensemble so aufgewertet werden. Die Zweckbindung „Spielplatz“ bleibt erhalten. Das bedeutet, dass Hunde, Alkohol und Zigaretten auf dem Platz nicht erlaubt sind.

1920 kaufte Edmund ter Meer, der gut drei Jahrzehnte zuvor die Farbenwerke E. ter Meer & Co. – das Vorgängerunternehmen des späteren Bayerwerks und des heutigen Chemparks – gegründet hatte, das sumpfige Viehweideland als Baugebiet. 1921 wurde der Grundstein für die Siedlung gelegt, die seinen Arbeitern und Angestellten den dringend benötigten Wohnraum bieten sollte. Als Architekten hatte der Geheime Kommerzienrat die Krefelder Architekten Girmes & Oediger beauftragt, nach deren Plänen zunächst 62 Gebäude mit 94 Wohnungen errichtet wurden.