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Krefeld: Der Linner Spielplatz ist abgesperrt

Aus den Stadtteilen : Der Linner Spielplatz ist abgesperrt

Nun hat es auch den beliebten Burgspielplatz getroffen. Seine Geräte sind marode und müssen Instand gesetzt werden. Deswegen bleibt er vorerst geschlossen. Aktuell sind 18 Prozent der 161 öffentlichen Spielplätze nicht in Betrieb.

Ritterturniere oder Prinzessinnentänze, der Spielplatz an der Linner Burg ist mit seiner hölzernen Burg-Anlage, der Wackelbrücke und seinen Kletterelementen ein beliebter Ausflugsort für Familien mit Kindern. Seit längerem ist der Abenteuerspielplatz mit Bauzaun und Flatterband abgesperrt und nicht mehr bespielbar. Auch weitere Spielplätze in Krefeld sind momentan nur eingeschränkt zu nutzen.

Nach Aussagen der Stadt sei der Grund für die Absperrung das instabile Holz des Gerüstes. An einer Reihe von Stellen sei das Holz der Spiel-Burg angefault und beeinträchtige die Standsicherheit der Geräte. Die Vergabe der Reparaturarbeiten sei derzeit in Arbeit. Nach Angaben der Stadt liege der Sanierungsaufwand bei über 15.000 Euro.

Giuseppe Conteddu (35) aus Bockum erkundet mit seinem Sohn Nico (6) gerne die Spielplätze in der Umgebung. Dass nun endlich die Holzburg saniert wird, finden die beiden gut. „Rittergeschichten und Kämpfe findet Nico momentan sehr spannend. Daher waren wir auch sehr enttäuscht, als wir gesehen haben, dass die Gerüste abgesperrt sind. Wir hoffen, dass wir beim nächsten Mal mehr Glück haben, es wäre schade um den Platz“, findet der Vater. Dem Plan der Stadt zufolge sollen die Reparaturarbeiten bald abgeschlossen sein.

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Nutzgegenstände gehen mit Gebrauch kaputt. Allerdings sind bei den 161 Spielplätzen in Krefeld ganze 18 Prozent aktuell nicht in Gebrauch. Die Hauptgründe dafür seien veraltete Geräte, Verschmutzung, aber auch Vandalismus. Das bemerkten auch Recep (4) und seine Mutter Nihal Çukurlu.  „Vor allem in diesem Sommer bei der Hitze, die wir teilweise hatten, wäre ich mit meinem Sohn, meiner Nichte und meinem Neffen auch gerne auf einen Wasserspielplatz gegangen“, erklärt die Krefelderin.

Wasserattraktionen wie Pumpen und Schöpfräder können die Kinder dort zum Spielen und Entdecken benutzen. Wegen verunreinigten Wasserproben mussten im Sommer zwei der vier Wasserspielplätze in Krefeld geschlossen bleiben. „Es ist schade, dass dort schon so lange nichts dran gemacht wurde“, bemängelt die Mutter. Der Bedarf sei schließlich groß. Nicht nur an den Wasserspielplätzen, auch weitere Spielplätze zieren schon mehrere Monate die Sperrbänder.

Der Stadt zufolge würden kleineren Reparaturen sofort oder zeitnah durchgeführt werden. Neubeschaffungen oder aufwändigere Instandsetzungen von Großspielgeräten wie in Linn kosten jedoch. Von der Ausschreibung, Fertigung, Lieferung, bis zur Aufstellung braucht es deswegen deutlich mehr Zeit, manchmal sogar Jahre.

Aktuell kann auf knapp 30 Spielplätzen in Krefeld nicht gespielt werden.