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Krefeld: Der dritte Band von Georg Rupps Triologie ist erschienen

Krefelder Psychologe schreibt Alltagsgeschichten : Georg Rupps drittes Werk - ein Buch wie ein Buffet

Die Triologie ist vollendet: Am Mittwoch erscheint der dritte Band von „Gesichter der Seele“. Und auch diesmal darf gern geschmunzelt werden.

„Es ist ein bisschen so, als wenn man Drillinge bekommt“, sagt Psychotherapeut Georg Rupp über seine Triologie „Gesichter der Seele“. Seine „Babys“ sind während der Corona-Pandemie entstanden und haben eins gemeinsam: ein freundliches Gesicht. Mal sieht es zufrieden aus, mal schelmisch oder heiter. Auch die Farben der Bücher lassen auf einen erbaulichen Inhalt schließen, sind mal himmelblau, frühlingsgrün und diesmal sonnenuntergangsorange. Enthalten ist eine gute Portion Lebensfreude, Alltägliches, das zum Nachdenken, aber oft auch zum Schmunzeln anregt, eine Grundstimmung, die das Leben mit seinen Irrrungen und Wirrungen bejaht. Am Mittwoch erscheint „Geschichten, die ein Therapeut erzählt – Band 3“ im „tredition“-Verlag.

Es sind gerade diese Wirren, die den Alltag des Therapeuten spannend machen. Es können vermeintliche Kleinigkeiten sein, die bei dem einstigen Karnevalsprinzen „Schorsch“ Rupp nachhaltigen Eindruck hinterlassen. So wie der Nachbar, der den Rasenmäher just in dem Moment anschmeißt, als es sich Rupp mit einem Buch des Dalai Lama auf der Terrasse gemütlich machen will. Vorbei ist es mit der inneren Ruhe des Therapeuten, da hilft auch der Meister der Ausgewogenheit mit seinen sonst so beruhigenden Einflüssen nichts mehr. Und als auch noch Nachbars Sohn auf seinem Motorrad knatternd anrauscht und am Schluss der Hund das kakophonische Konzert um seine schrille Stimme bereichert, ist es mit der Geduld des eigentlich so milde gestimmten Psychologen vorbei. „Es gelingt mir heute einfach nicht, mein inneres Rumpelstilzchen in die Hollywoodschaukel in meinem Herzen zu setzen“, beschreibt Rupp die Situation.

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Ehefrau Claudia merkte beim Lesen der Geschichte an: „Das kannst du doch so nicht schreiben. Wir haben doch nette Nachbarn.“ Dem stimmt ihr Mann zu, „wir haben hier wirklich eine gutes Miteinander“, und so bekommt auch dieses Gespräch des Paares einen Platz in dem dritten Band, wird quasi zu einem weiteren Gesicht der Seele. Bleibt die Erkenntnis: „Auch ein Psychologe ist nicht davor gefeit, sich wegen Belanglosigkeiten aufzuregen“ – und der eigene Rasen, den werden Rupps ersteinmal wachsen lassen.

Die Geschichten zwischen Achtsamkeit und Alltag kommen bei den Lesern gut an. Schon viele positive Rückmeldungen haben den Autor erreicht, darunter die eines Ethnologen, der feststellt: „Die Geschichten tun gut“, oder die der fünffachen Mutter, die es liebt, in die Geschichten einzutauchen, sie förmlich mitzuerleben. Positiv ist für viele auch, dass es sich um kurze, in sich abgeschlossene Erzählungen handelt. „Ein Buch mit Anekdoten und Kolumnen ist wie ein Buffet. Such dir also beim Schlendern das heraus, was dir schmeckt“, findet Rupp.

Wer auf den Geschmack kommen möchte, kann den Autor bei der Montagslesung am 18. Oktober ab 18.30 Uhr am Uerdinger Marktplatz vorlesen hören.

Infos unter https://dr-rupp.com