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Krefeld: Coronafälle mit mutierten Varianten des Virus steigen an

Sieben-Tage-Inzidenz für Krefeld bei 69 : Coronafälle mit mutierten Varianten des Virus steigen immer weiter an

In Krefeld haben sich die Zahlen im Laufe einer Woche mehr als verdoppelt. Von 17 Ergebnissen entfallen aktuell 16 auf die sogenannte britische, einer auf die südafrikanische Variante.

Die Gesamtzahl bestätigter Corona-Infektionen in Krefeld steigt wieder deutlich an. Das Gesundheitsamt meldet für Mittwoch, 3. März (Stand: 0 Uhr), 47 neue Corona-Infektionen. Die Gesamtzahl aller bisher bestätigten Infektionen liegt bei 7.307. Als aktuell infiziert gelten 211 Personen, 17 mehr als am Vortag. Genesen sind nach einer Corona-Infektion inzwischen 6.964 Personen, 30 mehr als am Dienstag. Neue Todesfälle gibt es nicht zu vermelden – die Gesamtzahl aller im Zusammenhang mit der Pandemie bisher verstorbenen Personen liegt weiter bei 132. Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt mit der neuen Entwicklung von 63,3 am Dienstag auf 69,0 am Mittwoch. In Quarantäne haben sich bisher – freiwillig oder behördlich angeordnet – 24.481 Personen begeben. Im Krankenhaus liegen 18 Krefelder, sechs von ihnen auf der Intensivstation, fünf dieser Patienten werden beatmet. Bisher wurden in Krefeld 42.519 Erstabstriche vorgenommen, 243 davon sind offen.

„Jeder Geimpfte schützt mittelbar auch die Personen, die nicht geimpft sind“, sagt Dr. Wilhelm Stutzinger, Ärztlicher Leiter des Impfzentrums. Dies gilt insbesondere vor dem Hintergrund, dass unberechenbare Virusmutationen immer stärker um sich greifen. In Krefeld haben sie sich im Laufe einer Woche mehr als verdoppelt: Nachdem in der Woche ab 15. Februar sieben mutierte Virusproben in den Laboren bestätigt wurden, waren es in der letzten Februarwoche bereits 17 Mutanten. 16 davon entfallen auf die sogenannte britische Variante, einer auf die südafrikanische.

 Stadtdirektor Markus Schön ergänzt, dass das Personal an Grundschulen, in Kitas und in der Kindertagespflege noch im März komplett geimpft wird, insoweit der Wunsch besteht. „Das ist ein wichtiges Signal für die Betroffenen, aber auch für die Familien.“ Das Vorgehen sei mit dem NRW-Gesundheitsministerium abgestimmt.

Der Kommunale Ordnungsdienst (KOD) hat auch am Dienstag die Einhaltung der Corona-Regeln im Stadtgebiet kontrolliert und dabei insgesamt 16 Bußgeldverfahren eingeleitet. 14 Bußgelder in Höhe von jeweils 150 Euro wurden wegen Verstößen gegen die Maskenpflicht an Haltestellen verhängt, davon in zwölf Fällen am Hansazentrum, in einem Fall an der Rheinstraße und in einem weiteren Fall am Moritzplatz. Bei Kontrollen in Handel und Gastronomie gab es eine Auffälligkeit in einem Döner-Imbiss an der Neusser Straße. Dort wurden ein Mitarbeiter und ein Kunde ohne eine Mund-Nase-Bedeckung angetroffen. Andere Schutzvorkehrungen wie eine Plexiglasabtrennung gab es nicht. Beide, Kunde wie Mitarbeiter, erwartet nun ein Bußgeld in Höhe von 50 Euro.