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Krefeld: Corona-Toter im Behindertenheim - Inzidenz steigt auf 69,9 an

34 neue Infizierungen : Corona-Toter im Behindertenheim – Inzidenz steigt in Krefeld auf 69,9 an

In den Kliniken der Seidenstadt bleibt die Lage stabil. Weiterhin werden 19 Erkrankte mit Corona-Symptomen stationär behandelt, sechs auf der Intensivstation, fünf mit künstlicher Beatmung.

In Krefeld infizieren sich wieder mehr Menschen mit Corona. Wie das Gesundheitsamt mitteilt, kamen bis Mittwoch, 24. Februar (Stand: 0 Uhr), 34 neue Fälle hinzu. Die Zahl aktueller Erkrankungen liegt nun bei 208, das sind 31 mehr als am Vortag. Die Zahl der Genesenen hat sich nur um zwei erhöht, auf jetzt 6814 Personen. Auch einen weiteren Todesfall vermeldet die Verwaltung: Die Zahl der Verstorbenen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie steigt somit in Krefeld auf 129 an. „Eine Person im Alter von rund 50 Jahren mit schweren Vorerkrankungen ist im Helios-Klinikum gestorben“, so ein Stadtsprecher. „Sie stammt aus dem Behindertenheim, das zuletzt von einem Corona-Ausbruch betroffen war.“

Seit Beginn der Pandemie haben sich 7.151 Krefelder mit Corona infiziert (Vortag: 7117). Das Robert-Koch-Institut errechnet für Krefeld nun eine Inzidenz von 69,9 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen (Vortag: 62,4). In den Krankenhäusern bleibt die Lage stabil. Weiterhin werden 19 Krefelder mit Corona-Symptomen stationär behandelt, sechs von ihnen auf der Intensivstation, fünf mit künstlicher Beatmung. Im Diagnosezentrum an der Schwertstraße wurden bislang 42.160 Erstabstriche genommen, 138 Proben sind noch offen. 23.771 Mal war eine Quarantäne erforderlich oder wurde freiwillig angetreten.

Der Kommunale Ordnungsdienst (KOD) hat am Dienstag mehrere Bußgelder wegen Verstößen gegen die Corona-Schutzverordnung verhängt. Vier Personen, die sich an der Haltestelle Hansa-Zentrum ohne Mund-Nase-Bedeckung aufhielten, müssen jeweils 150 Euro zahlen. Am Lutherplatz trafen die Ordnungskräfte sechs Personen an, die gemeinsam Alkohol tranken. Wegen eines Verstoßes gegen die Kontaktbeschränkungen werden sie mit je 250 Euro zur Kasse gebeten. Eine Person war so stark alkoholisiert, dass sie mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht werden musste.

In NRW sind die Corona-Impfungen auf weiteres Krankenhauspersonal ausgeweitet worden. Seit dieser Woche könnten Ärzte und sonstiges Klinikpersonal mit regelmäßigem Patientenkontakt den Astrazeneca-Impfstoff erhalten, teilt das NRW-Gesundheitsministerium mit. Auch Personal der Blut- und Plasmaspendedienste und in Corona-Testzentren gehöre dazu. Diese Gruppen zählen bereits zur zweiten Prioritätsgruppe bei den Impfungen. Zuvor müssten aber die Impfungen des Klinikpersonals, das einem „sehr hohen“ Risiko etwa auf Intensivstationen und in Notaufnahmen ausgesetzt ist, abgeschlossen werden.

Die konkrete Impfreihenfolge aller Personengruppen innerhalb der Prioritätsgruppe zwei steht nach Angaben des Ministeriums derzeit noch nicht fest. Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern hatten sich am Montag geeinigt, Lehrkräfte an Grund- und Förderschulen und Kita-Erzieher in der Impfreihenfolge von der Gruppe drei in die Gruppe zwei hochzustufen.