Krefeld: Chempark fördert digitale Zukunft der Stadt

Finanzielle Hilfe : Chempark fördert Krefelds digitale Zukunft

Uerdinger Unternehmen unterstützen soziale und gesellschaftliche Projekte mit einer siebenstelligen-Euro-Summe. „Von einer lebendigen und lebenswerten Gesellschaft profitieren alle“, sagt Chempark-Leiter Lars Friedrich.

Krefelds Sport-, Bildungs- und Integrationsdezernent ist die Freude ins Gesicht beschrieben: „Der Chempark ist ein Lieblingsnachbar für Krefeld“, sagt Marcus Schön. Ein Grund ist, dass die Gemeinschaft der Unternehmen im Chempark Uerdingen wieder einmal tief in die Tasche gegriffen hat und sich finanziell in ganz unterschiedlichen Bereichen des täglichen Lebens in der Region engagiert. Bildung, Sport, Kultur, Digitalisierung und Umwelt sind nur einige Beispiele aus dem Alltag der Krefelder, für die sich die Covestro AG, Lanxess AG und Currenta einsetzen. Schön bringt es – mit Blick auf die Unterstützung im Digital- und Bildungsbereich – auf den Punkt: „Sie bauen mit uns gemeinsam an Krefelds Zukunft. Die liegt zwischen den Ohren unserer Kinder und nicht mehr im Textilbereich.“

Fakt ist: Die Gemeinschaft der Unternehmen im Chempark bekennt sich zum Standort Uerdingen „Wir sind durch unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit der Gesellschaft rund um unsere Standorte verwurzelt. Und von einer lebendigen und lebenswerten Gesellschaft profitieren alle. Aus diesem Grund engagieren sich die Chempark-Unternehmen Jahr für Jahr voller Überzeugung für diverse Projekte und Institutionen“, sagt Chempark-Leiter Lars Friedrich. Dieses Engagement ist dabei so vielfältig wie die Gesellschaft. Friedrich: „Wir wollen auf möglichst vielen Ebenen unterstützen. Dafür stellen die Chempark-Unternehmen jährlich insgesamt mehrere Millionen Euro am Standort zur Verfügung.“ Und er verspricht: „Daran möchten wir auch weiterhin festhalten.“

Covestro unterstützt unter anderem in Uerdingen Projekte, die die Digitalisierung vorantreiben. Mit dem Zentrum für digitale Lernwelten hat das Unternehmen für die Stadt Krefeld den Aufbau eines zentralen Orts für digitale Bildung ermöglicht. Hier können sich Lehrer nicht nur im Umgang mit digitalen Geräten und Medien fortbilden, das Zentrum steht darüber hinaus auch Schülergruppen als außerschulischer Lernort zur Verfügung. Mithilfe von Lern-Apps und individuell auf das Lernniveau zugeschnittenen Inhalten erfahren sie mehr über Algorithmen, Programmieren oder die Steuerung von komplexen Technologien. Zu diesem Zweck stehen moderne Präsentationsmöglichkeiten wie Beamer, Smart-TV und Smart-Board, aber auch Notebooks, 3-D-Drucker und eine Audioanlage zur Verfügung.

Covestro fühlt sich durch Schöns Aussagen in seiner Spendenstrategie bestätigt: „Das Zentrum für digitale Lernwelten bereitet Jugendliche und auch Lehrer praxisnah auf die Herausforderungen der digitalen Welt vor. Das hilft, Chancen und Potenziale der Digitalisierung nachhaltig zu heben und unsere Schüler fit für die Zukunft zu machen“, erläutert Jochen Klüner, Leiter Unternehmenskommunikation Deutschland von Covestro. Darüber hinaus engagiert sich der Werkstoffhersteller am Standort vielfältig: Covestro sponsert aus Tradition heraus weiterhin Bayer-Sport- und Kulturvereine und unterstützt verschiedene Projekte in der Stadt.

Bereits im Jahr 2008 hat Lanxess seine Bildungsinitiative ins Leben gerufen. Seitdem hat der Konzern allein in Deutschland rund fünf Millionen Euro in Bildung investiert. Das Engagement umfasst dabei Projektwochen, Labortage im Schülerlabor Leverkusen sowie Unterrichtsmaterialien zu Themen wie Globalisierung und Industrie 4.0. Durch gezielte finanzielle Förderung von naturwissenschaftlichen Projekten profitieren insbesondere Schulen im Standortumfeld: Mit dem Geld wurden zum Beispiel neue Laboreinrichtungen oder technische Geräte und Unterrichtsmaterialien für die Fächer Chemie, Biologie, Physik und Informatik angeschafft. „Mit unserer Bildungsinitiative wollen wir die Begeisterung für die Naturwissenschaften bei den Schülerinnen und Schülern wecken. Dabei ist uns die langfristige Zusammenarbeit mit den Schulen besonders wichtig“, sagt Nina Hasenkamp, Leiterin der Lanxess-Bildungsinitiative. Mehrere Schulprojekte, die der Konzern 2019 mit rund 50.000 Euro gefördert hat, sind stark gefragt. Über das Angebot freut sich Stefan Cloerkes, Chemielehrer am Berufskolleg Uerdingen: „Wir am Berufskolleg Uerdingen sind sehr dankbar für das Schulförderprogramm von Lanxess. Dadurch war es uns möglich, digitale Messwerterfassung im naturwissenschaftlichen Unterricht zu stärken – vor allem im Bereich Chemie und Biologie des Technischen Gymnasiums. Und dabei konnten wir jeweils mehrere Geräte anschaffen, sodass die Experimente in Schülergruppen durchgeführt und ausgewertet werden können. Das steigert die Motivation, die Eigenständigkeit und die naturwissenschaftliche Kompetenz der Schülerinnen und Schüler.“

 Breite Unterstützung in unterschiedlichen Bereichen leistet auch der Chempark-Manager und -Betreiber Currenta. Mario Bernards, Leiter des Nachbarschaftsbüros Chempunkt, erklärt: „Für uns sind die Anliegen, die wir aus den Begegnungen mit unseren Nachbarn erfahren, eine gute Richtschnur. Wir unterstützen soziales Engagement bei Tafeln, Hospiz- und Helfervereinen genauso wie entlang der gesamten Alterskette in Kindergärten, Schulen, Vereinen und Seniorenzentren.“ Bildung und berufliche Orientierung sind stark nachgefragt, aber ebenso Brauchtum und Kultur. Bernards: „In allen diesen Bereichen sind auch Menschen aus unserer Belegschaft engagiert. Hier fördert Currenta im doppelten Sinne, persönlich wie finanziell.“