Krefeld: CDU informiert über Trailerport in Linn

Bürgergespräch in Krefeld-Linn: CDU: Einen Hafenbahnhof gibt es nur mit „großer Lösung“

Bauauschuss-Vorsitzender Jürgen Wettingfeld informierte die Linner Bürger über den aktuellen Stand bei der Planung eines „Trailerports“.

Die CDU macht ihr Versprechen wahr, Linner Bürger über die Entwicklungen beim geplanten Hafenbahnhof „Trailerport“, den die Krefelder Hafengesellschaft, wie berichtet, an der Carl-Sonnenschein-Straße bauen will, auf dem Laufenden zu halten. Das Interesse an dem Thema ist ungebrochen: Rund 50 Bürger folgten jetzt der Einladung der CDU zum „Bürgergespräch“ ins Pfarrheim St. Margareta, wo der Bauausschuss-Vorsitzende Jürgen Wettingfeld Fragen aus dem Publikum beantwortete.

Stefan Galke, als Linner im Rat für die CDU, betonte, wie wichtig es seiner Partei sei, die betroffenen Anwohner von vornherein in den politischen Prozess mit einzubeziehen. „Wir stehen nicht auf dem Standpunkt, dass man noch warten kann“, sagte Galke – ein Seitenhieb auf SPD-Bezirksvorsteher Hansjürgen Tacken, der unlängst beim Neujahrsemfang kundgetan hatte, er halte die ganze Diskussion um den Trailerport für verfrüht.

Den Bürgern, so wurde in der Diskussion deutlich, brennen nicht nur die unmittelbar mit dem Bau des Hafenbahnhofs verbundenen Fragen rund um dessen Verkehrsanbindung auf den Nägeln, sondern in gleichem Maße die verkehrliche Gesamtsituation in Linn. Darunter besonders Lkw-Schleichverkehre auf Straßen, die, wie Bürger bemängelten, dafür nicht ausgelegt seien oder ohnehin für den Lkw-Verkehr gesperrt sind, wie zum Beispiel die Ossumer Straße.

Jürgen Wettingfeld sagte den Linnern erneut zu, dass es mit ihm nur die „große Lösung“ zur Anbindung des Hafenbahnhofs ans Straßennetz geben werde. Gemeint ist, dass vom Kreisverkehr an der Floßstraße - die Fördermittel für dessen Bau sind bereits genehmigt – eine separate Zufahrtsstraße zum Hafenbahnhof-Gelände entstehen soll. Die so genannte kleine Lösung, also die Abwicklung des Trailerport-Verkehrs über die Carl-Sonnenschein-Straße ist nach Wettingfeld vom Tisch. Über diese Marschroute herrsche auch Einvernehmen mit dem Planungsexperten der SPD, Jürgen Hengst, der an diesem Abend als Gast im Publikum die CDU-Veranstaltung verfolgte.

„Ich kann ihnen zusagen: Wenn eine Lösung kommt, dann wird das nur die große Lösung sein“, versprach Wettingfeld. Und wenn diese große Lösung und damit der Hafenbahnhof komme, dann werde es auch Lärmschutz vor der B288 für die Linner geben.

Wettingfeld will sich ebenso dafür einsetzen, eine Lösung zu finden, um den Lkw-Schleichverkehr auf der Ossumer Straße zu unterbinden. Dort wurden jüngst bei einer Kontrolle 300 verbotswidrig fahrende Lkw gezählt. Der CDU-Mann sagte außerdem, dass sowohl in den Gremien der Hafengesellschaft als auch in der Politik das Thema Lkw-Parken rund um den Hafen und die damit verbundenen Verunreinigungen großes Thema sei. Wettingfeld wies darauf hin, dass die Beauftragung eines Mobilitätskonzeptes für die Stadt Krefeld erfolgt sei und somit auch die Verkehre in Linn gründlich unter die Lupe genommen würden.

Über Detailfragen, die er im Rahmen des Bürgergesprächs nicht beantworten konnte, will der Bauausschuss-Vorsitzende sich schlau machen. Die Linner Bürger sollen dann vor den Sommerferien zu einer weiteren öffentlichen Gesprächsrunde eingeladen werden. „Wir werden uns Schritt für Schritt an eine Lösung herantasten, die für Sie als Linner Bürger akzeptabel ist“, sagte Wettingfeld, gab aber zu bedenken, dass die Linner nicht „alleine auf der Welt“ seien und selbstverständlich die Interessen anderer Akteure, zum Beispiel der Hafengesellschaft, ebenso berücksichtigt werden müssten.

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