Debatte um neue Veranstaltungshalle Brandbrief von Architekten und Bürgern zum Kesselhaus in Krefeld

Krefeld · Architekten, Politiker und Bürger haben einen Brandbrief gegen das Kesselhaus geschrieben. Sie favorisieren den Umbau des Seidenweberhauses. Das Zeitargument, dass dann wieder von vorne geplant werden müsste, dürfe kein Argument sein, sagen sie.

Für eine Reihe von Architekten und Bürgern erhaltenswert: das Seidenweberhaus. In einem Brief an den Rat fordern sie, das Projekt Kesselhaus fallenzulassen und stattdessen das Seidenweberhaus zu sanieren.

Für eine Reihe von Architekten und Bürgern erhaltenswert: das Seidenweberhaus. In einem Brief an den Rat fordern sie, das Projekt Kesselhaus fallenzulassen und stattdessen das Seidenweberhaus zu sanieren.

Foto: Lammertz, Thomas (lamm)

Das Projekt Kesselhaus gerät öffentlich unter Druck: Architekten und Bürger der Stadt haben in einem als „Brandbrief“ bezeichneten Schreiben an den Rat eindringlich dafür plädiert, das Projekt Kesselhaus fallenzulassen und doch das Seidenweberhaus zu sanieren. Unterzeichnet ist der Brief von den Krefelder Architekten Medard Abel, Karl Amendt, Werner Busch, Erich Himmelein und Klaus Reymann sowie Jochen Butz, Eugen Gerritz (SPD, Kulturpolitiker), Franz Joseph Greve (Textilkaufmann und Kenner der Krefelder Stadtgeschichte), Julia Obladen-Kauder (Vorsitzende des Vereins für Heimatkunde), Heino Thies (Dipl.-Ing. Landespflege, BUND) sowie Paul Wietzorek (Historiker). Die Unterzeichner sind in Sorge, „dass die knappe Mehrheit  des Rates, die die Kesselhaus-Lösung favorisiert, sich verrennt, wie sich Krefeld in der Vergangenheit schon mehrfach verrannt hat.“