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Krefeld: Blaualgen in Angelsee

Krefeld: Bakterien im Angelsee : Angler in Aufruhr: Blaualgenalarm im See An Holthausens Kull

Nach Hinweisen auf Blaualgen hat die Stadt den Angelsee sperren lassen. Über Fische aus dem See können die Bakterien in den menschlichen Körper gelangen.

(oli) Die Stadt Krefeld hat nach Hinweisen auf ein mögliches erhöhtes Vorkommen von Blaualgen im Angelsee An Holthausens Kull das Gewässer vorsorglich absperren lassen. Der Fachbereich Umwelt und Verbraucherschutz hatte nach den Hinweisen Laboruntersuchungen ausführen lassen, die den Verdacht nun bestätigt haben. Das gab die Stadt am Mittwoch bekannt.

Die aufgrund ihrer blaugrünen Farbe Blaualgen genannten Lebewesen (Cyanobakterien) haben sich infolge der extrem heißen und trockenen Witterung der vergangenen Monate in dem beliebten Angelsee schlagartig vermehrt. Als weitere begünstigende Ursache kann auch ein erhöhter Nährstoffgehalt des Wassers angenommen werden. Cyanobakterien können verschiedene Giftstoffe und sekundäre Stoffwechselprodukte produzieren und beim Verzehr von dort vorkommenden Fischen auch in den menschlichen Organismus gelangen. Gefährlich sind Blaualgen vor allem, wenn man belastetes Wasser schluckt. Dann drohen Durchfall, Übelkeit und Erbrechen. Aber auch der Kontakt mit der Haut oder den Schleimhäuten kann Reizungen auslösen.

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Die Stadt Krefeld hat daher den Angelsportverein „Sportanglervereinigung Krefeld von 1933“, der das Gewässer gepachtet hat, entsprechend informiert. Hundebesitzer werden gebeten, ihre Tiere zurzeit nicht ins Gewässer zu lassen. Das Baden ist dort untersagt. Über das weitere Vorgehen wird zeitnah entschieden. Ein Ende der Blaualgenplage ist erst durch kühlere Temperaturen und Regen möglich. Denn dann fließt wieder mehr Wasser,  und die Nährstoffkonzentration sinkt. Damit haben die Bakterien keinen Grundlage mehr, sich weiter zu vermehren