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Krefeld: Bezirksvorsteher in Hüls heißt Timo Kühn

Nachfolger von Hans Butzen : Der Bezirksvorsteher in Hüls heißt Timo Kühn

In einer emotionalen Rede bedankte sich der CDU-Politiker, der die Nachfolge von Hans Butzen antritt. Er wird vertreten von Thorsten Hansen (Grüne).

Hüls hat einen neuen Bezirksvorsteher. Timo Kühn von der CDU hat in der ersten Sitzung der Bezirksvertretung auch offiziell Hans Butzen von der SPD abgelöst. Seine Vertreter heißen Thorsten Hansen (Grüne), Martin Reyer (SPD) und Hans-Christian Tenberg (FDP). Sie wurden gemeinsam auf einer Liste gewählt und erzielten 13 der 15 Stimmen bei einer Enthaltung und einer Gegenstimme. Nicht nur das Wahlergebnis zeigt, dass den Hülsern eine eher harmonische Legislaturperiode bevorstehen dürfte.

„Wir haben mit allen Parteien mit Ausnahme der AfD Gespräche geführt. Die inhaltlichen Übereinstimmungen waren eigentlich überall groß. Unter dem Strich hat es aber mit den Grünen auf der persönlichen Ebene am besten gepasst“, sagt der neue Bezirksvorsteher. Diese Einschätzung bestätigt auch sein grüner Partner Hansen, der ebenfalls von vielen Gesprächen und großen Übereinstimmungen spricht. Auch er nennt vor allem die persönliche Ebene als abschließendes Kriterium für die Entscheidung, mit den Christdemokraten zusammenzuarbeiten. „Wir haben viele neue Leute in der Bezirksvertretung, und da hat sich einfach in den Gesprächen mit der CDU das größere Vertrauensverhältnis herauskristallisiert“, befindet der grüne Ratsherr, der auch als Oberbürgermeister angetreten war und sich nun mit Kühn die Periode als Bezirksvorsteher teilen wird.

Die Grünen hatten im Bezirk einen großen Erfolg errungen und sind mit vier Abgeordneten zweitstärkste Kraft hinter der CDU (fünf). Die SPD weist zwar ebenfalls vier Sitze auf, bekam aber weniger Stimmen als ihr bisheriger Junior-Partner.

In seiner Antrittsrede sprach Kühn denn auch von gemeinsamen Anstrengungen und setzte auf Kooperation. „Wir haben viele neue Gesichter in der Vertretung. Lasst uns gemeinsam etwas Neues für Hüls bewegen“, sagte der 36-Jährige und erklärte weiter: „Damit, jetzt Bezirksvorsteher zu sein, hatte ich am Wahlabend nicht gerechnet. Aber es bedeutet mir viel. Ich neige nicht zu Sentimentalität, aber nun dieses Amt inne zu haben, berührt mich innerlich.“

Nach sechs Jahren in der Opposition sei die CDU erfreut, wieder aktiv den Stadtteil gestalten zu könne, sagte Kühn. Hans Butzen, seinem Vorgänger, mit dem er sich stets gerieben hatte, stellte er ein gutes Zeugnis aus. „Du warst immer ein engagierter Streiter für die sozialdemokratische Sache“, sagte er an den SPD-Deligierten gerichtet, der Kühn Rückendeckung zusicherte.