Krefeld: Bezirksvertretung kritisiert Zooparkplatz und Verkehr an der Rather Straße.

Krefeld-Bockum : Bezirksvertretung Ost: Rather Straße bleibt Streitpunkt

Die Bezirksvertreter diskutierten über den Bebauungsplan 818, Verkehr und den Zooparkplatz.

Im Zentrum der Sitzung der Bezirksvertretung Ost stand, wie vorher geplant und erwartet, die Nachverdichtung auf dem Gelände zwischen Uerdinger Straße, Rott und Grotenburgstraße. Dabei äußerten speziell einige anwesende Anwohner Sorge, dass das Bild des Quartiers durch die neue Bebauung verändert werden könne. Hier verwies vor allem Bezirksvertreter Wolfgang Merkel auf die frühzeitige Bürgerbeteiligung nebst Möglichkeit, eigene Wünsche und Sorgen den Planern direkt ins Pflichtenheft zu schreiben.

Thematisiert wurde auch einmal mehr die Situation an der Rather Straße, Ecke Alte Kemmerhofstraße. An der Stelle, an der die Vorfahrt geändert wurde, kontrollierte die Stadt nun die Geschwindigkeit. „Das Ergebnis ist nicht außergewöhnlich. Viele fahren zu schnell, das ist aber an solchen Stellen leider Normalität“, sagte der städtische Vertreter, Dirk Czymai, auch wenn diese Aussage angesichts eines Spitzenwertes von 97 Stundenkilometern bei der Messung (wohlgemerkt: erlaubt sind 30 km/h) durchaus schockierend anmutet. Bauliche Veränderungen an dieser Stelle, wie Geschwindigkeitsschwellen, seien nicht zulässig, sagte Czymai. „Rechtlich müssen Verkehrsteilnehmer auf einer Vorbehaltstraße nicht mit so etwas rechnen. Käme es zu Unfällen oder Schäden, wäre die Stadt haftbar.“

Der Verkehr war auch sonst Thema. Die CDU-Abgeordnete Angelika Brünsing kritisierte, dass die an vielen unübersichtlichen Stellen angebrachten Verkehrsspiegel oft verwachsen oder verschmutzt seien, was zu Unfällen führen könne. Czymai wusste hierzu Überraschendes: Weniger als eine Hand voll der in der Stadt verbauten Spiegel seien städtisch. Die überwiegende Zahl sei privat angebracht worden. Damit sei die Stadt nicht für die Pflege verantwortlich. „Der Spiegel ist kein offizielles Verkehrszeichen und muss entsprechend auch nicht von der Stadt gepflegt werden. Die privaten Nutzer dürfen sie im öffentlichen Raum aufstellen, sind aber selbst für die Pflege verantwortlich“, sagte er.

Heftig diskutiert wurde auch die Thematik „Zooparkplatz“. Hier hatte die SPD einen Antrag eingebracht, die viel diskutierten Container für Glas und Altpapier zu verlegen oder über Unterflurlösungen nachzudenken. Brünsing kritisierte, das Thema sei vor Monaten im Zuge eines CDU-Antrages beschlossen und an den Rat weitergegeben worden. Es entstand eine rege Diskussion, in der sich die Parteien in der Sache aber durchaus einig waren: Eine Lösung für den Parkplatz, ob mit oder ohne Parkraumbewirtschaftung, über die die Stadt bekanntlich nachdenkt, sei dringend angebracht. Ratsherr Andreas Drabben stellte sogar die Frage, ob Container im Zeitalter blauer Tonnen noch zeitgemäß seien, oder ganz abgeschafft werden sollten, wenn die Bürger sie nicht ordentlich nutzten.

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