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Krefeld: Bezirksvertretung Fischeln lehnt Straßen-Umbenennung ab.

Bezirksvertretung in Krefeld : Bezirksvertretung Fischeln lehnt neuen Straßennamen ab

Im Gewerbegebiet Fichtenhain sollte eine Straße „Innovationsstraße“ heißen. Für das dort ansässige Unternehmen wfk hätte das bedeutet, dass es plötzlich zwei verschiedene Adressen gehabt hätte.

Die Bezirksvertretung Fischeln hat in ihrer Sitzung am Dienstag das Vorhaben der Verwaltung durchkreuzt, eine im Bebauungsplan 795 als Planstraße B ausgewiesene Straße im Gewerbegebiet Fichtenhain „Innovationsstraße“ zu nennen. Der Vorschlag für die Benennung stammt aus einem Marketingkonzept der Wirtschaftsförderungsgesellschaft, die die Flächen dort vermarktet. Zwei weitere geplante Straßen werden, und das ist bereits beschlossen, werden „Designstraße“ und „Technologiestraße“ heißen. Die Bezirksvertreter haben sich mit der Ablehnung dieses Antrags auf die Seite des CEO des dort angesiedelten Unternehmens wfk – Cleaning Technology Institute, Jürgen Bohnen, geschlagen. Im Vorfeld der Sitzung berichtete Bohnen, er habe gegenüber der Verwaltung deutlich gemacht, dass sein Unternehmen die Namensgebung ablehne und als Namen für die Planstraße B „Campus Fichtenhain“ vorgeschlagen habe. „Wir wollen expandieren und haben dafür bereits Flächen gekauft. Wenn die Straße „Innovationsstraße“ genannt würde, hätte unser Unternehmen plötzlich zwei Adressen.“ Bohnen sagte, er sei mehr als überrascht gewesen, in der Verwaltungsvorlage zu lesen, dass die wfk dieser neuen Namensgebung zugestimmt habe. Weil die Verwaltung die Benennung nicht ohne Zustimmung der Bezirksvertretung umsetzen kann, wird die Planstraße B nun den Namen „Campus Fichtenhain“ erhalten.

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Die Bezirksvertretung hat sich erneut mit dem Thema Fahrrad-Abstellmöglichkeiten im Ortskern von Fischeln im Bereich der Kölner Straße zwischen Hafelsstraße und Hees befasst. Die Verwaltung hat dazu nun eine Reihe von Vorschlägen gemacht. Weil die Gehwege an der Kölner Straße zu schmal sind, sollen vier Pkw-Parkplätze wegfallen und für die Installation von Fahrradanlehnern genutzt werden, so das dass je acht bis zehn Räder abgestellt werden können. Vorgesehen sind Parkbuchten am City-Schumarkt, am Netto-Discounter, vor Foto Fuchs sowie an der Clemensstraße 22/23. Jürgen Oppers (SDP) brachte einen weiteren Stellplatz ins Gespräch, und zwar neben der Ausfahrt vom Saassenhof an der Kölner Straße. Die Verwaltung will sich außerdem bemühen, im Bereich des Sommerschwimmbads Neptun Fahrradanlehner zu bauen. Auch hinter dem Rathaus soll eine Anlage kommen. Die zeitliche Umsetzung an allen genannten Standorten ist unklar. Eine Planung für Fahrradständer im Bereich des Volksbank-Gebäudes soll in einer der kommenden Sitzungen präsentiert werden. Der Entwurf sieht acht Anlehner für 16 Fahrräder vor.

Für Diskussionen sorgt die Suche nach einem neuen Standort für einen Unterflur-Recyclingcontainer. Der ursprüngliche Vorschlag, diesen auf der Grünfläche neben der Mühle am Altmühlenfeld zu bauen, ist vom Tisch. Ein weiterer ins Auge gefasster Standort zwischen Kita und Schule am Wimmersweg wurde als ebenfalls nicht geeignet abgelehnt. Nun soll überlegt werden, den Container in der Nähe der ehemaligen Verkehrsschule zu installieren.