Justiz in Krefeld Schöffen gesucht

Krefeld · Benötigt werden Personen, die in Krefeld wohnen und am 1. Januar 2024 mindestens 25 und höchstens 69 Jahre alt sein werden. Schöffen sollten über soziale Kompetenz verfügen.

 Recht im Namen des Volkes: Krefeld sucht Schöffen.

Recht im Namen des Volkes: Krefeld sucht Schöffen.

Foto: dpa-tmn/Friso Gentsch

Im ersten Halbjahr 2023 werden bundesweit Schöffen für das Amts- und Landgericht sowie für das Jugendschöffengericht und die Jugendstrafkammer für die Amtszeit von 2024 bis 2028 gesucht. Bewerben können sich Personen, die nach erfolgter Wahl am Amtsgericht und Landgericht Krefeld als Vertreter des Volkes an der Rechtsprechung in Strafsachen teilnehmen. Eine Vorschlagsliste für die Neuwahl wird von der Stadt erstellt und vom Rat und Jugendhilfeausschuss beschlossen.

Aus diesen Vorschlägen wählt dann der Schöffenwahlausschuss beim Amtsgericht in der zweiten Jahreshälfte die erforderliche Anzahl an Haupt- und Ersatzschöffen am Amts- und Landgericht sowie für das Jugendschöffengericht und die Jugendstrafkammer. Gesucht werden Personen, die in Krefeld wohnen und am 1. Januar 2024 mindestens 25 und höchstens 69 Jahre alt sein werden. Wählbar sind Deutsche, die die deutsche Sprache ausreichend beherrschen. Wer zu einer Freiheitsstrafe von mehr als sechs Monaten verurteilt wurde oder gegen wen ein Ermittlungsverfahren wegen einer schweren Straftat schwebt, die zum Verlust der Übernahme von Ehrenämtern führen kann, ist von der Wahl ausgeschlossen. Auch hauptamtlich für die Justiz Tätige (Richter, Rechtsanwälte, Polizeivollzugsbeamte, Bewährungshelfer, Strafvollzugsbedienstete) und Religionsdienende sollen nicht zu Schöffen gewählt werden.

Schöffen sollten über soziale Kompetenz verfügen, also das Handeln eines Menschen in seinem sozialen Umfeld beurteilen können. Von ihnen werden Lebenserfahrung und Menschenkenntnis erwartet. Sie müssen Beweise würdigen und die Wahrscheinlichkeit, dass sich ein bestimmtes Geschehen wie in der Anklage behauptet ereignet hat oder nicht, aus den vorgelegten Zeugenaussagen, Gutachten oder Urkunden ableiten können. Die Lebenserfahrung kann aus beruflicher Erfahrung oder gesellschaftlichem Engagement resultieren. Schöffen in Jugendstrafsachen sollen in der Jugenderziehung über besondere Erfahrung verfügen. Das verantwortungsvolle Schöffenamt verlangt in hohem Maße Unparteilichkeit, Selbstständigkeit und Reife des Urteils, aber auch geistige Beweglichkeit und – wegen des anstrengenden Sitzungsdienstes – gesundheitliche Eignung. Juristische Kenntnisse sind für das Amt nicht erforderlich. Für jede Verurteilung und jedes Strafmaß ist eine Zwei-Drittel-Mehrheit in dem Gericht erforderlich. Gegen beide Schöffen kann niemand verurteilt werden. Infos gibt es per E-Mail an schoeffen@krefeld.de, Telefon 02151 860 oder im Internet unter www.krefeld.de Suchwort Schöffen.

Bewerbungen für Erwachsenenschöffen sollen an den Fachbereich Recht der Stadtverwaltung per E-Mail an schoeffen@krefeld.de, für Jugendschöffen an den Fachbereich Jugendhilfe und Beschäftigungsförderung oder per E-Mail an jugendschoeffen@krefeld.de gerichtet werden.

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