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Krefeld: Betäubungsmittelgesetz: Bis Krefeld: 15 Jahre Haft für Drogenhandel

Strafmaß : Betäubungsmittelgesetz: Bis 15 Jahre Haft für Drogenhandel

Bei einer geringen Menge kann die Staatsanwaltschaft von der Strafverfolgung absehen.

(jon) Anbau, Besitz, Handel und in Verkehr bringen illegaler Substanzen sowie weitere Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz (BtMG) sind in Deutschland strafbar. Wird der Besitz von Drogen festgestellt (auch geringe Mengen) ist eine Eintragung in das Bundeszentralregister möglich, und es muss mit einer Informationsweiterleitung an die Führerscheinstelle gerechnet werden. Schwere Verstöße gegen das BtMG können mit bis zu 15 Jahren Haft bestraft werden.

Nach dem deutschen Betäubungsmittelgesetz ist jeder Umgang mit Betäubungsmitteln ohne behördliche Genehmigung strafbar. Generell gilt: Auch der Besitz einer verschwindend geringen Menge, beispielsweise von Cannabisprodukten, ist grundsätzlich strafbar. Bei einer geringen Menge kann die Staatsanwaltschaft von der Strafverfolgung absehen.

Eine Einstellung des Verfahrens ist in diesen Fällen ausgeschlossen:

- Handel mit Betäubungsmitteln

- Tat wurde in Schulen, Jugendheimen, Kasernen etc. begangen

- Tat könnte Kindern und Jugendlichen Anlass zur Nachahmung geben.

Wer mit einer nicht geringen Menge erwischt wird, muss mit einer Geldstrafe oder einer Gefängnisstrafe rechnen. Näheres regelt das Betäubungsmittelgesetz (BtmG). In jedem Fall hat die Polizei Strafverfolgungspflicht und führt in der Regel folgende Maßnahmen durch:

- vorläufige Festnahme

- körperliche Durchsuchung

- Einleitung eines Ermittlungsverfahrens

- Mitteilung an die Führerscheinstelle

- Durchsuchung der Wohnung, bei Personen unter 18 Jahren die Durchsuchung der Wohnung der Eltern.

Wenn ein Jugendlicher mit einer geringen Menge Cannabis erwischt wird erstattet die Polizei Anzeige und registriert den Tatbestand im Computer. Damit ist man als Betäubungsmittelkonsument gespeichert. Nur der Staatsanwalt kann das Ermittlungsverfahren einstellen. Dies ist beim ersten Mal häufig der Fall. Dann ist es allerdings oft verbunden mit Auflagen, zum Beispiel dem Leisten von Sozialstunden.