3. Dezember in Krefeld „Besonderer Weihnachtsmarkt“ zieht zum Rathaus

Krefeld · Erstmals nach 34 Jahren findet der Markt am 3. Dezember auf dem Von-der-Leyen-Platz am Rathaus statt. „Es gibt nur gemeinnützige, karitative oder kulturelle Anbieter. Der Markt ist nicht kommerziell“, so Vorsitzende Manuela Frangen.

 Die Heimat des „Besonderen Weihnachtsmarktes“ war seit Jahrzehnten auf dem Platz an der alten Kirche.

Die Heimat des „Besonderen Weihnachtsmarktes“ war seit Jahrzehnten auf dem Platz an der alten Kirche.

Foto: Lammertz, Thomas (lamm)

Wenn am 3. Dezember der „Besondere Weihnachtsmarkt“ 2022 stattfindet, dann stellt es für die Organisatoren das Ende einer Ära dar. Erstmals nach 34 Jahren findet der Markt auf dem Von-der-Leyen-Platz am Rathaus statt und nicht, wie zuvor traditionell, auf dem Platz an der alten Kirche. Der Umzug war nötig, da der „Made in Krefeld“-Weihnachtsmarkt seit dem vergangenen Jahr auf dem gesamten Dionysiusplatz angesiedelt ist, weshalb der klassische Weihnachtsmarkt an die alte Kirche zog.

„Für uns ist der neue Ort erst einmal ungewöhnlich und wir hoffen natürlich sehr, dass die Menschen den Weg mitgehen. Leider ist der Rathausplatz durch die St. Anton Straße etwas abgeschnitten und es dürfte weniger Laufkundschaft geben“, sagt die Vorsitzende des zugehörigen Vereins, Manuela Frangen.

Trotzdem wollen sie und ihr Team wieder viele Menschen begeistern und eine Plattform für viele karitative Projekte bieten. „Das ist die wichtigste Bedingung, bei uns verkaufen zu dürfen. Es gibt nur gemeinnützige, karitative oder kulturelle Anbieter. Der Markt ist nicht kommerziell“, betont Frangen. Dafür bekommen die Besucher eine breite Varianz an Angeboten. Etwas ganz Besonderes wollen die Organisatoren dabei nicht herausheben. Rolf Frangen, bekannt unter anderem als Stadionsprecher beim Eishockey und von Radio Kufa, der durch das Programm auf der Bühne führen wird, hebt trotzdem einen Stand heraus: „Ich hatte in meiner Sendung eine Vertreterin der Syngap Elternhilfe. Es sind Menschen, deren Kinder am Syngap-Syndrom, einer schweren Erbkrankheit die Epilepsie, geistige Entwicklungsstörungen und dergleichen hervorruft, erkrankt sind. Sie wollen sich besser vernetzen und es war ein wirklich faszinierendes Gespräch mit ihr, das nach der Sendung noch lange weiter ging. Zu ihrem Stand werde ich in jedem Fall einmal rübergehen“, sagt er.

Der Moderator selbst ist dabei gut beschäftigt. Auf der Bühne, die auf den Stufen des Rathauses errichtet wird, bietet der Verein von 11 bis 18 Uhr Programm. „Es beginnt mit dem Jugendchor der Marienschule, dann haben wir unterschiedliche Musiker und um 12.45 Uhr die Prämierung der schönsten Stände“, erzählt er. Dabei gehe es aber nicht nur um die reine Optik. „Wir spenden als Sparda-Bank je 500 Euro für die drei schönsten Stände, die Oberbürgermeister Frank Meyer und ich küren werden. Dabei wollen wir aber im Sinne des Energiesparens nicht allzuviele Lichter. Es geht auch nicht rein um die Optik, sondern das Gesamtkonzept des Standes und ein Stück weit das Angebot, die Wichtigkeit des Anliegens und den dafür betriebenen Aufwand“, erklärt die Sparda-Bank-Filialleiterin Andrea Hambloch-Berns. Weitere 500 gibt sie für die Gestaltung des Bühnenprogramms.

Dass der Markt diesmal etwas abgelegener ist, als in vergangenen Jahren, soll ein Stück weit ausgeglichen werden. „Die Stadt hat uns zugesagt, dass es eine Art Wegweiser vom Made in Krefeld-Weihnachtsmarkt über die Straße zu uns gibt. Ob das über der Straße oder auf dem Boden passieren wird, das wissen wir noch nicht“, sagt Kassenwärtin Claudia Reikert.

Für sie auch sehr wertvoll: Praktisch alle Helfer und Unternehmen, die für die am Ende coronabedingt abgesagte Ausgabe 2021 ihre Hilfe zugesagt hatten, erklärten sich auch bereit, in diesem Jahr zu unterstützen. „Dabei haben sie trotz der deutlich gestiegenen Verbraucherpreise auch sehr moderate Preisanpassungen vorgenommen oder darauf ganz verzichtet. Dafür sind wir sehr dankbar“, erzählt sie. Eine Änderung gibt es hinsichtlich Geschirr und Besteck. „Bislang haben wir Mehrweggeschirr verwendet. Allerdings können wir in unseren Spülwagen nicht garantieren, dass immer die nötigen Temperaturen gehalten werden. Darum haben wir uns entschieden, auf biologisch abbaubares Einweggeschirr aus Pappe, Bambus oder Mais zu setzen. Wir wollen Corona nicht verbreiten, auch wenn es keine Einschränkungen mehr gibt. Darum war der Schritt die einzige Lösung. Plastik gibt es aber nicht, alles ist voll biologisch abbaubar“, betont Manuela Frangen. Der Markt soll dadurch so nachhaltig wie möglich bleiben.

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