Krefeld baut datenbasiertes Bildungsmanagement auf

Förderung : Krefeld baut datenbasiertes Bildungsmanagement auf

Der Aufbau einer Bildungskette soll lebenslanges Lernen absichern.

(RP) Das Programm „Bildung integriert“ unterstützt Kommunen bundesweit auf dem Weg zu einem datenbasierten kommunalen Bildungsmanagement. Die über drei Jahre dauernde Förderung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung sowie des Europäischen Sozialfonds der Europäischen Union nimmt Krefeld seit Februar in Anspruch. „Für die Stadt Krefeld liegt das Hauptaugenmerk darauf, die Aufwachsens- und Lebensbedingungen von Kindern, Jugendlichen und ihren Familien zu verbessern. Hier setzt das Programm ‚Bildung integriert‘ mit dem Aufbau einer Bildungskette an, die lebenslanges Lernen absichern soll“, erklärt der zuständige Beigeordnete Markus Schön.

Dazu will die Stadt nun ein Bildungsmonitoring entwickeln, um das Bildungsgeschehen in Krefeld abzubilden und Ansatzpunkte für die zielgerichtete Verbesserung der Bildungslandschaft zu bieten. Im Regionalen Bildungsbüro wurden hierfür eigens zwei wissenschaftliche Stellen dauerhaft eingerichtet, die nun mit Manuela Demant (Bildungsmanagement) und Sabrina Diana Lesch (Bildungsmonitoring) besetzt sind.

Das Bildungsmonitoring soll durch eine regelmäßige Berichterstattung Hinweise auf Handlungsbedarfe und Ansatzpunkte für die zielgerichtete Verbesserung der Bildungslandschaft liefern. Die kommunalen Ressourcen sollen damit besser als bisher eingesetzt werden. Das Bildungsbüro in Krefeld arbeitet bereits seit mehr als zehn Jahren an der Verbesserung der Bildungsübergänge. Mit dem Bildungsmonitoring kommt nun eine wichtige Management-Säule dazu. Die Transferagentur NRW unterstützt und berät die Stadt Krefeld beim Aufbauprozess.

In einer gemeinsam unterzeichneten Zielvereinbarung haben beide Partner dies schriftlich fixiert. „Wir freuen uns sehr, dass die Stadt Krefeld über das Förderprogramm „Bildung integriert“ nun auch zu dem großen Kreis der Städte und Kreise in NRW gehört, die gemeinsam mit uns diese wichtige Strukturentwicklung vorantreiben und ihre Bildungslandschaft aktiv und wissensbasiert gestalten. Wir unterstützen die lokalen Entwicklungsprozesse, indem wir die Kommunen in einen intensiven Austausch miteinander bringen, den interkommunalen Wissenstransfer fördern und den Akteuren vor Ort gezielte Qualifizierungsmaßnahmen und praxisnahe Beratung anbieten“, sagt Johannes Schnurr, von der Transferagentur NRW.

Ende Mai fand in Köln das bundesweite Fachforum „Bildung integriert“ statt. Es bot den rund 180 Teilnehmenden den Rahmen für einen intensiven fachlichen Austausch und für die Diskussion aktueller Weiterentwicklungen der Grundlagen des datenbasierten Bildungsmanagements auf kommunaler Ebene.

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