Neugestaltung Bauarbeiten rund um den Schinkenplatz beginnen

Krefeld · Der Platz soll wieder zu einem zentralen Treffpunkt werden. In einem ersten Schritt wird nun die Fernwärme drumherum ausgebaut, bevor die eigentlichen Maßnahmen beginnen.

Blick auf den Schinkenplatz in seiner derzeitigen Gestaltung.

Blick auf den Schinkenplatz in seiner derzeitigen Gestaltung.

Foto: Laura Ihme

Rund um den Schinkenplatz gibt es Bewegung: Die Netzgesellschaft Niederrhein (NGN) beginnt in diesem Monat, das Fernwärmenetz entlang der Alte Linner Straße zu erweitern. Das teilte die Stadt am Montag mit.

Die Baumaßnahme ist eine von verschiedenen Bausteinen im Rahmen des Umbaus des Schinkenplatzes. Dieser soll aufwendig saniert und die verkehrliche Situation am Platz verbessert werden. So soll der Platz auch wieder zu einem zentralen Treffpunkt im Quartier werden, wie die Stadt erläutert. Nachdem im Februar bereits vorbereitende Maßnahmen auf dem Platz selbst stattgefunden haben, seien die Arbeiten im Fernwärme-Ausbau ein weiterer Schritt. Der eigentliche Umbau des Schinkenplatzes soll durch den Kommunalbetrieb Krefeld (KBK) anschließend beginnen.

180 Meter Fernwärmeleitungen

Bis voraussichtlich Mitte Dezember werden rund 180 Meter Fernwärmeleitungen zwischen Alte Linner Straße und Philadelphiastraße verlegt, teilt die Stadt weiter mit. Während der Arbeiten kommt es zu vorübergehenden Sperrungen im Baustellenbereich, wobei Anwohner jedoch passieren dürfen. Mit Abschluss der NGN-Baustelle geht es dann auch auf dem Schinkenplatz weiter. Bereits im Februar waren die vorhandenen Bäume auf dem Platz gefällt worden. Voruntersuchungen hatten gezeigt, dass der Untergrund des Platzes schadstoffbelastet ist. Ein Bodenaustausch ist ohne die Beschädigung des vorhandenen Baumbestandes somit nicht möglich, heißt es.

Neue Bäume und ein neues Pflaster

Im Rahmen der Maßnahme werden neue Bäume mit besseren Standortbedingungen gepflanzt. Gleichzeitig verbessern Stadt und KBK den Zustand des Bodens. Geplant ist, die gesamte Platzfläche durch eine neue Pflastergestaltung aufzuwerten. Diese ist nicht nur versickerungsfähig und ermöglicht eine bessere Entsiegelung der Platzfläche. Der hellere Platzbelag sorgt für eine geringere Hitzeentwicklung. Das Kunstwerk, der sogenannte Summstein, soll dabei erhalten bleiben. Die vorhandene Telefonzelle soll dagegen abgebaut werden – zuletzt wurden bereits Telefonzellen am Luisenplatz und am Albrechtplatz, ebenfalls im Quartier, entfernt.

Maßnahmen gegen Falschparker

In den Einmündungsbereichen des Platzes werden zudem Aufpflasterungen geschaffen, die zusätzlich zur Verkehrsberuhigung beitragen, heißt es von der Stadt. Durch die Ausbildung von Parkbuchten sowie das Setzen von Pollern möchten die Planer die Verkehrssituation demnach auch insgesamt verbessern. Der Bereich um den Platz soll entschleunigt und Falschparkern sollen weniger Möglichkeiten zum Abstellen ihrer Fahrzeuge gegeben werden.

Insgesamt soll nach dem Willen der Stadt auf dem Platz mehr Aufenthaltsqualität entstehen und bessere Möglichkeiten zur Durchführung von Veranstaltungen im Quartier sollen geschaffen werden. Zuletzt habe das Jubiläumsfest der Bürgergesellschaft Schinkenplatz oder der durch die Stadtteilakteure organisierte Martinszug noch einmal das Potenzial des Platzes gezeigt, heißt es. Die Planung sei deswegen in Abstimmung mit den Bezirksvorstehern und der Bürgergesellschaft Schinkenplatz, die Kontakt zu den am Platz beheimateten Gastronomen pflegt, entstanden. Teil der Planung ist die Schaffung eines Stromanschlusses, der für Veranstaltungen genutzt werden kann. Außerdem bringen zwei Spielgeräte, sechs Fahrradständer und neue Bänke Aufenthaltsqualität auf den Platz. Auch eine Hundekotstation ist geplant.

Ein straffer Zeitplan

Der Zeitplan ist ambitioniert: Denn gleichzeitig werde die Großmaßnahme an der Philadelphiastraße umgesetzt, so die Stadt. Diese hat bereits begonnen. Im Moment finden Arbeiten auf der nördlichen Philadelphiastraße zwischen Uerdinger Straße und Cracauer Straße statt. Der Bauabschnitt zwischen Schwertstraße und Uerdinger Straße an der südlichen Philadelphiastraße kann erst beginnen, wenn die Baumaßnahme an der Hansastraße abgeschlossen ist, erläutert die Stadt. Hier wiederum baut die Rheinbahn gemeinsam mit der SWK die Haltestelle barrierefrei um, eine Umleitung der Straßenbahnen ist über die Philadelphiastraße notwendig. Die Fertigstellung der gesamten Baumaßnahme ist für Frühjahr 2027 vorgesehen.

(lai)