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Krefeld: Bau der Promenade mit Terrasse auf dem Südbahnhof geht voran

Krefelder Promenade : Stadtterrassenbau beginnt im Frühjahr

Die Terrasse auf dem Südbahnhof an der Saumstraße wird Herzstück der  Promenade. Das Dach wurde energetisch saniert.

In diesem Frühjahr soll es mit dem Bau der Stadtterrasse auf dem Südbahnhof an der Saumstraße losgehen. Wie die Stadt auf Anfrage unserer Redaktion mitteilte, wurde das Ausschreibungsverfahren für die Arbeiten im November eingeleitet. Hintergrund: Auf dem Dach des Gebäudes entsteht ein Teil der Krefelder Promenade — einer Wegeverbindung für Fußgänger und Radfahrer entlang der Bahngleise, die zukünftig von Linn bis nach Forstwald führen wird. Die Terrasse auf dem Südbahnhof-Dach liegt etwa auf halber Strecke der Promenade.

Der „ruppige Charme der Bahn“ soll auch nach der Umgestaltung erhalten bleiben, so Landschaftsarchitekt Sebastian Pötter. Ein buchstäblicher Höhepunkt wird im zentralen Bereich der Stadtterrasse mit dem „Stadtblick“ inszeniert: In drei Metern Höhe können Besucher künftig den Blick schweifen lassen — von den südlichen Quartieren bis zur Innenstadt. Die Treppenanlage zum Stadtblick ist gleichzeitig Auditorium für die auf dem Dach angelegte Bühne. Entstehen werden auch Sitzgelegenheiten und Spielflächen für Kinder, das Areal soll Aufenthaltsqualität bekommen.

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Die Vorarbeiten für die Umgestaltung zur Promenade sind jetzt so gut wie abgeschlossen. Notwendig war eine energetische Sanierung des Daches, die bis auf die Wärmedämmung des ehemaligen Bahnsteigs fertig ist. Das Bahnhofsdach bekam eine neue dreilagige Abdichtung aus Elastomerbitumen-Schweißbahnen mit integriertem Durchwurzelungsschutz“, erklärt ein Stadtsprecher. Das ist notwendig, weil sich auf der Fläche ein so genanntes Sekundärbiotop aus Ahornbäumen angesiedelt hat, das allerdings im Zuge der Bauarbeiten kräftig ausgelichtet wurde. Weiterhin erhielt das Dach nach Energieeinsparverordnung eine neue Wärmedämmung aus extrudierten Polystyrol-Hartschaumplatten als Umkehrdach.

 Noch nicht eingebaut ist die Wärmedämmung auf dem alten Bahnsteig. Diese kann erst mit der Herstellung der Dachterrasse erfolgen, da der neue Belag des Bahnsteigs gleichzeitig als Beschwerung der Wärmedämmung fungiert, schreibt die Stadt.

Zusätzlich wurde durch den Fachbereich Zentrales Gebäudemanagement das historische Bahnhofsgeländer saniert. Das Projekt wird durch das kommunale Investitionsförderungsgesetz der Bundesregierung zu 90 Prozent gefördert.