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Krefeld: Arbeitsplatzsicherheit ist das Topthema der IG Metaller

Rund 800 Beschäftigte in Krefeld : Arbeitsplatzsicherheit ist das Topthema der IG Metaller

Die Befragung der IG Metall hat unter vollkommen anderen Rahmenbedingungen stattgefunden als die Umfragen zuvor. Durch die Pandemie gab es völlig neue thematische Schwerpunkte.

(sti) Die Befragung der IG Metall hat unter vollkommen anderen Rahmenbedingungen stattgefunden als die Umfragen zuvor. Durch die Pandemie gab es völlig neue thematische Schwerpunkte. Die Meinung von rund 800 Kollegen aus 45 Betrieben nehmen Ortsvorstand und Team der IG Metall Krefeld in die Pflicht. Ralf Claessen, Geschäftsführer der IG Metall in Krefeld, weiß um die Schwierigkeit, die laufenden Tarifrunden in der Textilindustrie, bei Eisen und Stahl und der Metall-Elektro-Industrie für die Wünsche der Beschäftigten zu nutzen. „Die Sorge um Gesundheit, Beschäftigung und Einkommen wiegt schwerer als der Wunsch noch bessere Regelungen auch im Konflikt durchzusetzen.“ Die Branche verliere im Betreuungsbereich in 2020/2021 fast 1000 Arbeitsplätze in den Betrieben, das mache betroffen, es forderte die IG Metall. Sie müsse noch mehr Kraft in die produktive Mitgestaltung der laufenden Transformation stecken, so Claessen.

Bei den Befragten gibt es eine hohe Zustimmung für Zukunftstarifverträge. Diese sollen mit Investitions-, Produkt- und Standortzusagen wirklich Zukunft sichern. „Das Thema der Qualifizierung ist aus Sicht der Befragungsteilnehmer ein zentrales Instrument zur Beschäftigungssicherung und zu einer erfolgreichen Transformationsgestaltung“, sagt Claessen.

Pandemie und Wirtschaftskrise hätten viele Kollegen stark verunsichert. Schlecht, wenn dies auch noch durch mangelhafte Informationspolitik beim Arbeitgeber verstärkt werde. Nur 28 Prozent fühlen sich gut informiert. Trotz aller Sorge und Verunsicherung zeigten sich die Beschäftigten handlungsbereit: 69 Prozent der Beschäftigten seien davon überzeugt, betriebliche Herausforderungen solidarisch meistern zu können.

Angesichts der historischen Krise forderten sie aber auch Hilfe von der Politik. 82 Prozent der Befragten stimmen der Aussage zu, dass das wirtschaftliche Überleben der Betriebe durch finanzielle Unterstützung und Konjunkturhilfen ermöglicht werden müsse.