In Krefeld Arbeitsmarkt spürt schwache Konjunktur

Krefeld · In Krefeld liegt die Arbeitslosigkeit aktuell bei 10,5 Prozent. Fachkräfte der Agenturen werben in Gesprächen mit Arbeitgebern für mehr Inklusion im Arbeitsleben.

„Inklusion ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe“, so Sarah Borgloh, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Krefeld/Kreis Viersen. „Die Integration in den Arbeitsmarkt ist ein wichtiger Baustein. Auf der Basis ihrer guten Qualifikationen sind Menschen mit Behinderung in der Regel hochmotiviert.“

„Inklusion ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe“, so Sarah Borgloh, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Krefeld/Kreis Viersen. „Die Integration in den Arbeitsmarkt ist ein wichtiger Baustein. Auf der Basis ihrer guten Qualifikationen sind Menschen mit Behinderung in der Regel hochmotiviert.“

Foto: Agentur für Arbeit

Der Krefelder Arbeitsmarkt bekommt die Konjunkturschwäche zu spüren. Der Rückgang ist moderater als saisonüblich. In der Seidenstadt sind die Arbeitslosenzahlen im Vergleich zum Vormonat leicht zurückgegangen. Verglichen mit dem Vorjahr gibt es allerdings mehr Arbeitslose. In der Stadt Krefeld liegt die Arbeitslosigkeit aktuell bei 10,5 Prozent (Oktober: 10,6 Prozent, November 2022: 10,1 Prozent).

„Wir verzeichnen im November insgesamt sinkende Arbeitslosenzahlen im Agenturbezirk“, so Sarah Borgloh, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Krefeld/Kreis Viersen, zu den aktuellen Zahlen auf dem Arbeitsmarkt, welche 21.850 arbeitslose Personen im Agenturbezirk ausweisen, ein Rückgang von 211 im Vergleich zum Vormonat. „Der Rückgang der Arbeitslosigkeit fiel damit jedoch etwas schwächer aus, als es für einen November üblich ist. Aktuelle Umfragen zeigen, dass die konjunkturellen Unsicherheiten die Arbeitgeber belasten“, erläutert Borgloh.

Aktuell werden im Bezirk der Agentur für Arbeit Krefeld 6.129 Menschen von der Arbeitsagentur betreut (34 weniger als vor einem Monat). 15.721 Arbeitslose (177 weniger als im Oktober) sind in Betreuung der Jobcenter Krefeld und Kreis Viersen. Damit liegt die Arbeitslosenquote im Bezirk bei 7,6 Prozent (0,1 Prozentpunkte unter Oktober; 0,1 Prozentpunkte über dem Vorjahr). Der Stellenzugang beträgt 749 sozialversicherungspflichtige Stellen (14 weniger als Vorjahr). Vor allem in den Wirtschaftsbereichen Handel, Gesundheit und verarbeitendem Gewerbe ist ein hoher Stellenbestand zu verzeichnen.

Derzeit sind in Krefeld und im Kreis Viersen 1.642 schwerbehinderte Menschen arbeitslos gemeldet (Krefeld: 844, Kreis Viersen: 798), 12 Personen weniger als vor einem Jahr. Damit macht dieser Personenkreis einen Anteil von 7,5 Prozent an allen arbeitslosen Menschen aus. Menschen mit Schwerbehinderung verfügen in der Regel über höhere berufliche Qualifikationen als Menschen ohne Behinderung, Dennoch ist deren Einstieg in den regulären Arbeitsmarkt oft schwieriger. Die Bundesagentur für Arbeit (BA) hatte jetzt zum 13. Mal eine bundesweite Aktionswoche für Menschen mit Behinderung gestartet. Fachkräfte der Agenturen werben in Gesprächen mit Arbeitgebern für mehr Inklusion im Arbeitsleben. „Inklusion ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe“, so Borgloh. „Die Integration in den Arbeitsmarkt ist ein wichtiger Baustein. Auf der Basis ihrer guten Qualifikationen sind Menschen mit Behinderung in der Regel hoch motiviert. Insbesondere angesichts des Fachkräftebedarfs und der demographischen Entwicklung benötigen wir ihre Kompetenzen.“ Die Agentur für Arbeit unterstützt die Inklusion mit einer Vielzahl von Dienstleistungen und Programmen. Von der Berufsorientierung für Jugendliche über die Beratung von Unternehmen bis hin zu passgenauen finanziellen Hilfen für Arbeitnehmer und Arbeitgeber leistet sie einen großen Beitrag zur Integration von Menschen mit Behinderung in den Arbeitsmarkt.

„In der Agentur für Arbeit Krefeld kümmert sich ein eigenes Team mit Beratungs- und Vermittlungsfachkräften um die berufliche Integration von Menschen mit Behinderungen. Für Arbeitgeberfragen rund um das Thema der Beschäftigung von Menschen mit Behinderung haben wir Experten, die mit den Arbeitgebern individuelle Lösungen hierzu erarbeiten. Es gibt eine ganze Reihe von Fördermöglichkeiten, um die Einarbeitung und Beschäftigung zu unterstützen. Das geht von finanziellen Zuschüssen bis hin zu Umbauten am Arbeitsplatz, die mit Hilfe unserer technischen Berater konzipiert werden. Arbeitgeber sollten deshalb die Chance nutzen, auch diesen Personenkreis bei Stellenbesetzungen einzubeziehen“, ergänzt Borgloh.

Im Ruhrgebiet lag die Quote bei 9,8 Prozent, im Rheinland und im Bergischen Land wurden 6,9 Prozent verzeichnet, in Ostwestfalen-Lippe 5,7 Prozent und im Münsterland 4,6 Prozent. Die landesweit niedrigste Quote verzeichnete die Agentur für Arbeit in Coesfeld mit vier Prozent. Die höchste wurde mit 12,6 Prozent in Duisburg ermittelt.

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