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Krefeld: Anja Claus ist neue Leiterin des Stups-Kinderzentrums

Krefeld : Anja Claus ist neue Leiterin des Stups-Kinderzentrums

Die Fachkrankenschwester und Diplom-Pflegewirtin zuständig für die stups-Bereiche ambulantes und stationäres Kinder- und Jugendhospiz, inklusive Großtagespflege und Kindertagesstätte.

„Was mir aufgefallen ist, ist die Wertschätzung, die über allem schwebt – die Wertschätzung der Kinder und ihrer Eltern, aber auch der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter untereinander“, beschreibt Anja Claus erste Eindrücke als Leitung des Stups-Kinderzentrums der DRK-Schwesternschaft Krefeld. Seit dem  1. Januar ist die Fachkrankenschwester und Diplom-Pflegewirtin zuständig für die stups-Bereiche ambulantes und stationäres Kinder- und Jugendhospiz, inklusive Großtagespflege und Kindertagesstätte mit zwei Gruppen. Sie habe nach über 30 Jahren in der klinischen Akutpflege gezielt einen neuen Lebensabschnitt begonnen: „Ich denke jeden Tag: Gut, dass du das gemacht hast.“ Durch den anderen Personalschlüssel eines Hospizes könne man anders arbeiten als im Krankenhaus. Das Konzept der palliativen und familienorientierten Pflege sei anders: „Es geht um Pflege, Kommunikation und wohlfühlen: Wir schauen, was das Kind mit Eltern und Geschwistern in seiner momentanen Situation braucht“, sagt die 51-Jährige. Jeder zähle: die Pflege, die Pädagogik, das Ehrenamt, die Hauswirtschaft und Ärzte. Selbstverständlich sei die professionelle Umsetzung aller pflegefachlichen Standards, aber es passiere viel mehr: „Aktuell überlegen wir, wie die Trauerarbeit für Geschwisterkinder verbessert werden kann und welche Angebote wir für sie, die häufig im Schatten der erkrankten Schwester bzw. des Bruders stehen, machen können“. Grundsätzlich stehe der Tod zwar im Raum, aber im Vordergrund das Leben und das Lachen.

Sehr hoch schätzt sie die positive Einstellung der Ehrenamtler und der Bürgerschaft zum Stups-Konzept. Auch wenn derzeit kein persönlicher Kontakt möglich ist, kommen oft kraftspendende Briefe, E-Mails und Telefonate. Wegen Corona wurden Veranstaltungen abgesagt und Aktivitäten eingeschränkt, aber „uns ist es wichtig, dass unsere Ausflügler Kontakt zu ihren Eltern halten können. Die Geschwister durften leider nicht kommen. Das war schwer“, sagt sie.

Fast gänzlich neu sei für sie das Thema der pädagogischen Arbeit in der Kita und der Großtagespflege gewesen. Worüber sie sich freut: Die Kinder haben sie akzeptiert: „Sie freuen sich mich zu sehen und einige laden mich sofort zum Spiel ein“.