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Krefeld: An der Feuerwache eröffnet eine neue Gastronomie

Gastronomie in Krefeld : Rooftop-Bar an der Feuerwache

Neues Leben für ehemalige Webstuhlfabrik: An der Feuerwache eröffnet am 26. Juni das „Verve5“ mit À-la-carte-Re­s­tau­rant, großen urbanen Räumen für Hochzeiten und Firmen-Events sowie Krefelds erster Rooftop-Bar.

In direkter Nachbarschaft zur neuen Feuerwache geht in rund zwei Wochen ein spannendes Gastronomie-Konzept an den Start. Das „Verve5“ vereinigt unter – und auf – dem Dach einer ehemaligen Webstuhlfabrik das Restaurant „KRasserie“, urbane Räume in unterschiedlichen Größen für Familienfeiern, Hochzeiten und Tagungen sowie Krefelds erste und bislang einzige Rooftop-Bar.

Ab dem 26. Juni können Gäste auf der großen Dachterrasse mit Blick auf die neue Feuerwache – schönes Wetter vorausgesetzt – in Lounge-Möbeln entspannen und Getränke und kleine Knabbereien bestellen. Auch das À-la-carte-Re­s­tau­rant „KRasserie“ – eine Wortschöpfung aus „Krefeld“ und „Brasserie“ – im Erdgeschoss des Gebäudekomplexes wird an diesem Tag eröffnet. Einige Zeit später sollen Räumlichkeiten für große Veranstaltungen in der Shed-Halle sowie Räume für kleinere Festlichkeiten im ersten Obergeschoss hinzukommen. Im Moment ist noch überall Baustelle.

 Gastronom Ingo Sperling (l.) und Küchenchef Philip Rümmele stehen auf der Baustelle des Restaurants „KRasserie“.
Gastronom Ingo Sperling (l.) und Küchenchef Philip Rümmele stehen auf der Baustelle des Restaurants „KRasserie“. Foto: Lammertz, Thomas (lamm)

Der Gastronom, der hinter diesem vielversprechenden Projekt steht, ist in Krefeld kein Unbekannter: Ingo Sperling hat rund zehn Jahre lang Gäste in der Elfrather Mühle bewirtet, bevor er die Leitung im letzten Jahr aus persönlichen Gründen in andere Hände gab. Jetzt ist er wieder da und hat sich für das Verve5 mit dem auf Industrie- und Verwaltungsbau spezialisierten Architekten- und Ingenieur-Team von „nvg“ zusammengetan, das im benachbarten Gebäude seine Büros hat  und den Umbau der alten Fabrik betreut.

 Visualisierung des À-la-carte-Restaurants KRasserie, dessen Küchenchef eine „ehrliche, regionale Küche“ anbieten will.
Visualisierung des À-la-carte-Restaurants KRasserie, dessen Küchenchef eine „ehrliche, regionale Küche“ anbieten will. Foto: nvg – architekten und ingenieure
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„Bei einem Aufenthalt auf Sylt habe ich Philip Rümmele kennengelernt und ihn fürs Verve5 nach Krefeld geholt“, berichtet Sperling. Philip Rümmele war Küchenchef im renommierten Landhaus Stricker auf der Promi-Insel und ist nun für die Küche der „KRasserie“ verantwortlich. Die Karte für das À-la-carte-Re­s­tau­rant mit 98 Plätzen steht bereits. „Wir werden auf ehrliche regionale Komponenten setzen“, sagt Rümmele, der mit Frau und Kind gern von Sylt nach Krefeld gezogen ist sich in der Samt- und Seidenstadt wohlfühlt. „Verve“ stehe für „Herz und Leidenschaft“ und nach diesem Motto sei auch die Karte des Restaurants zusammengestellt. „Knusprige Bauernente aus dem Rohr“, „Saftige Bulette vom Kalb“, „Krosser Flußzander“ aber auch „Tapas zum Teilen“ und „Currywurst mit Knusperfritten“ sind einige der Gerichte. „Warmer Salzbutter Crumble mit Rhabarber Kompott“ oder „Crêpes Suzette am Tisch flambiert“ sollen Nachtisch-Fans locken. Auf einer zur Straße „Zur Feuerwache“ gelegenen Terrasse kann draußen gespeist werden. Die  KRasserie wird auch einen Mittagstisch anbieten.

 Jetzt Baustelle, bald Gastro-Komplex mit Restaurant, Rooftop-Bar und Veranstaltungsräumen.
Jetzt Baustelle, bald Gastro-Komplex mit Restaurant, Rooftop-Bar und Veranstaltungsräumen. Foto: Lammertz, Thomas (lamm)

In der Rooftop-Bar gibt es ausschließlich Getränke und Knabbereien. Die Bar öffnet nur bei geeignetem Wetter. Die Lounge-Einrichtung erinnert an Strandbars, gasbetriebene Feuerkörbe und große Sonneschirme sorgen für Gemütlichkeit. Eine Glasummantelung schützt die Gäste vor Wind.  Sperling verspricht sich von der Lage des Verve5 am vorläufigen Endpunkt der Krefelder Promenade auch Lauf- bzw. Radlerkundschaft. Pfiffige Idee: In Zukunft wird es einen frei zugänglichen Grillfleischautomaten mit regionalen Produkten geben, ein Angebot, das sich unter anderem an die Pächter des angrenzenden Kleingartengeländes wendet.

Große Veranstaltungen mit bis zu 1280 Personen können nach Fertigstellung und Ende der Corona-Abstands- und Kontaktregeln in der Shedhalle stattfinden, deren Größe mit mobilen Glaselementen nach Bedarf gestaltet werden kann. Das können Hochzeiten sein, aber auch Tagungen. „In diesem Jahr wahrscheinlich noch nicht, aber wir nehmen Anfragen selbstverständlich schon entgegen“, sagt Ingo Sperling, der mit Interessenten bereits Führungen über die Baustelle unternommen hat. Eine Reihe kleinerer Räume, teils mit flexiblem Mobiliar, können für Familienfeiern und kleinere Business-Events gebucht werden.

„Wir haben bei der Sanierung der alten Fabrik darauf geachtet, möglichst viele Original-Elemente zu erhalten“, sagt Sperling. Das sind Glasbausteine in den Oberlichtern des künftigen Restaurans oder ein hübsches gestalterisches Detail: An den Wänden des Restaurants sind statt Putz oder Tapeten alte Weberei-Lochkarten verarbeitet.

Neben dem Gebäude wird derzeit eine sehr große Parkfläche hergerichtet, die später von den Gästen genutzt werden kann.

Dass es für die Eröffnung aufgrund der Corona-Krise keine große Veranstaltung geben kann, sei natürlich schade, sagt Ingo Sperling, der dem „Soft opening“, also der sanften Eröffnung ohne große Feierlichkeiten, mit Spannung entgegensieht. Andererseits habe man großes Glück gehabt, dass die Eröffnung von Restaurant und Bar nicht mitten in die Zeit des Lockdowns gefallen sei.