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Krefeld: Am Neuen Weg wird eine vierzügige Kita gebaut

Neubauvorhaben in Krefeld : Sechs-Millionen-Kita entsteht am Neuer Weg

Die Stadt plant den Bau einer vierzügigen Einrichtung im Bereich Kempener Feld/ Baakeshof für rund 80 Kinder. Hintergrund ist, dass so genannte U3-Plätze fehlen.

(bk) In der Bezirksvertretung West hat die Stadt ihre Planungen für eine neue Kindertageseinrichtung am Neuer Weg vorgestellt. Grund für den Neubau ist, dass die derzeit zur Verfügung stehenden U3-Plätze den vorhandenen Bedarf nicht abdecken, laut Sozialgesetzbuch aber ein Anspruch auf entsprechende Förderung in Kindertageseinrichtungen und -tagespflege besteht.

Deswegen soll im Bereich des bisherigen KBK-Betriebshofes am Neuer Weg eine viergeschossige Kita errichtet werden. Über eine ebenfalls neue verkehrsberuhigte Privatstraße mit zwei Fahrbahnen sollen Eltern ihre Kinder in die Einrichtung bringen können. Für rund sechs Millionen Euro soll ein zweigeschossiger Neubau mit einem lang gestreckten Baukörper von 35 mal 20 Metern entstehen, den ein Flachdach abschließt. Im Inneren sind Personal-, Gesprächs-, Sanitär-, Technik-, Küchen- und Nebenräume, aber auch eine so genannte Kinderwagengarage untergebracht. Laut Vorlage sind „die Gruppenräume entlang großzügiger Spielflure geplant und nach Süden orientiert“.

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Vor allem im Erdgeschoss ist die Unterbringung der Jüngsten vorgesehen. Aufgenommen werden Kinder ab einem Alter von sechs Monaten. In dem barrierefreien Gebäude befindet sich ein Aufzug sowie eine für Rollstuhlfahrer geeignete Toilette. Der 1140 Quadratmeter große Außenbereich bietet viel Platz für  Schaukeln, einen Sand- und einen Wasserspielbereich sowie begrünte Hügel und Sitzgelegenheiten.

 So soll die Ost- und Westfassade des Neubaus aussehen.
So soll die Ost- und Westfassade des Neubaus aussehen. Foto: Stadt Krefeld/Grafik: Stadt Krefeld

Bei der Planung wurde auch auf die Nachhaltigkeit geachtet. So soll das Flachdach begrünt werden und die Außenfassade zum größten Teil eine naturbelassene Holzverschalung bekommen. „Zusätzlich ist die Montage einer Photovoltaikanlage vorgesehen“, heißt es in der Vorlage. Mit Fertigstellung und Inbetriebnahme rechnen die Experten 2024. Die Bauvoranfrage ist bereits im Dezember eingereicht worden.

Ob der Kostenrahmen eingehalten werden kann, ist laut Vorlage unklar. „Die aktuell auf dem Markt herrschende Preisentwicklung für Bauleistungen kann auch bei diesem geplanten Projekt zu einer nicht vorherkalkulierbaren Kostensteigerung führen. Diese Preisentwicklung wurde durch die Coronakrise sowie die Rohstofflieferengpässe als Auswirkung des Krieges in der Ukraine noch einmal deutlich angefacht, was die Unsicherheiten bei der Kosteneinschätzung weiter vergrößert.“

Hinzu kommt, dass der Betriebshof zurückgebaut und ein Teil des Geländes schadstoffsaniert werden muss. Weitere Kosten in Höhe von etwa 500.000 Euro entstehen durch den Bau der Privatstraße samt Parkplatz. Nicht erforderlich sind bauliche Maßnahmen am Neuer Weg. Das ergab eine Analyse des Verkehrsaufkommens. So heißt es in der Vorlage: „Aufgrund der nur geringfügigen Verkehrszunahmen werden keine verkehrsführenden oder baulichen Maßnahmen im Bereich des Neuer Weg notwendig sein.“