Krefeld: Ab Juli pachtet Home Trail die Mountainbike-Strecke am Inrather Berg

Home Trail pachtet Gelände : Krefelds erste Mountainbike-Strecke

Der Vorstand von „Home Trail“ hat den Vertrag mit der Stadt unterzeichnet. Ab Juli ist die Mountainbike-Strecke am Inrather Berg an den Sportverein verpachtet und damit auch offiziell in Betrieb.

Letztendlich ging es schneller als gedacht: Ab Juli ist der Mountainbike-Verein „Home Trail“ Pächter des Geländes am Inrather Berg, auf dem sich die beliebte Downhill-Strecke befindet (wir berichteten). Jens Nowicka, erster Vorsitzender des jungen Vereins, unterzeichnete jetzt den Vertrag. Die Stadt Krefeld, der das Grundstück gehört, orientierte sich bei der Gestaltung des sechsseitigen Dokuments an dem Muster-Vertrag, den der Verband, Deutsche Initiative Mountainbike, vorschlägt. Der Vertrag läuft über drei Jahre. Eine Pachtgebühr wird von der Stadt nicht erhoben, allerdings verpflichtet sich der Verein, das Gelände samt Strecke zu pflegen, Warn- und Hinweis-Schilder aufzustellen und der Verkehrssicherungspflicht nachzukommen.

„Es ist in den vergangenen Wochen noch einiges zu tun gewesen. Wir haben fast jedes Wochenende an der Strecke gearbeitet und sie in Ordnung gebracht. Jetzt müssen wir bis Juli noch mal Gas geben, damit auch die letzten Sachen noch fertig werden“, sagt Jens Nowicka. Vier Bau-Tage, schätzt er, brauchen die Sportler noch, um im unteren Bereich der roten Strecke, also des schwereren Trails, eine „Jump Line“ einzurichten. Dabei achten sie darauf, dass der Sprung nicht zu gefährlich ist und auch von weniger Geübten bewältigt werden kann. „Das Verletzungsrisiko soll so gering wie möglich sein. Schließlich ist die Strecke weiterhin für alle offen“, erklärt der Vorsitzende.

Auf den Schildern, die bis Juli an der Strecke angebracht sein werden, soll auch auf das Tragen geeigneter Schutzausrüstung hingewiesen werden. Generell gilt: Das Befahren der Strecke geschieht auf eigenes Risiko. Aus versicherungstechnischen Gründen wird es außerdem noch eine offizielle Abnahme des gesamten Bereiches geben. „Aber wir werden natürlich auch vom Verein aus regelmäßig die Strecke kontrollieren. Ich bin sowieso fast täglich vor Ort und schaue nach dem Rechten. So kann ich direkt reagieren, wenn beispielsweise bei einem Sturm dicke Äste auf den Trail fallen oder Scherben auf der Strecke liegen, was nicht selten vorkommt, da es sich ja um einen Müllberg handelt“, sagt Nowicka.

Downhill in Krefeld - hier geht's den Inrather Berg runter

Im „Nutzungsüberlassungsvertrag“ mit der Stadt Krefeld ist auch klar geregelt, in welchen Fällen das Pachtverhältnis aufgelöst wird. So darf die Nutzung als Mountainbike Strecke nicht zu außerordentlichen Schäden am Wald und seinen Wegen führen und muss im Einklang mit den übrigen Waldnutzern geschehen, die durch den Sport nicht gefährdet sein dürfen. Das Gebiet soll weiter seine Erholungsfunktion erfüllen können. Alle naturschutzrechtlichen Auflagen müssen ebenfalls eingehalten werden.

Erlaubt ist die Nutzung der Downhill-Strecke künftig im Sommer zwischen 9 und 21 Uhr, im Winter lediglich bis 16 Uhr (als Faustregel gilt dabei: solange es hell ist). Wettkämpfe oder Feste müssen mit der Stadt abgesprochen und genehmigt werden.

Außerdem muss der Verein dafür sorgen, dass die Biker keinen Müll hinterlassen. Da die Strecke nicht nur von Mitgliedern genutzt wird, die durch den Verein immer wieder auf das Problem hingewiesen werden, sollen entsprechende Schilder dafür sorgen, dass Verpackungsreste nicht im Wald bleiben. „Rücksichtnahme in allen Bereichen sollte selbstverständlich sein. Wir sind froh, dass wir das Gelände pachten konnten und schätzen die gute Zusammenarbeit mit der Stadt. Das wollen wir nicht aufs Spiel setzen“, betont der Vorsitzende.

Im kommenden Jahr möchte „Home Trail“ am Ende der Strecke noch einen „Pumptrack“ einrichten, in dem die Biker ihre Technik verbessern können, in dem sie über eng aufeinander folgende Hindernisse rollen. Bis alle Arbeiten beendet sein werden, haben Jens Nowicka und sein Team aus dem Verein also noch alle Hände voll zu tun. „Es ist Arbeit, die viel Spaß macht und die allen zugute kommt. Wer mitmachen möchte, ist herzlich willkommen.“

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