Für Toleranz und Demokratie 2500 Hülser protestieren gegen Rechtsextremismus

Hüls · Die Atmosphäre während der Demonstration war von Solidarität und Entschlossenheit geprägt. Menschen jeden Alters und jeder Herkunft kamen am Wochenende, um ein deutliches Zeichen für Toleranz und Vielfalt zu setzen.

Ein Zeichen für Freiheit: Die Veranstalter rechneten mit 400 bis 800 Personen, doch die Resonanz übertraf alle Erwartungen. Nach Schätzungen der Polizei versammelten sich rund 2500 Menschen auf den Straßen von Hüls.

Ein Zeichen für Freiheit: Die Veranstalter rechneten mit 400 bis 800 Personen, doch die Resonanz übertraf alle Erwartungen. Nach Schätzungen der Polizei versammelten sich rund 2500 Menschen auf den Straßen von Hüls.

Foto: Forstreuter

Am Samstag fand im Krefelder Stadtteil Hüls eine Demonstration gegen rechtsextreme Tendenzen statt, die von zwei Frauen, Frauke Kawohl und Beata Lemmen, ins Leben gerufen wurde. Ihre Entschlossenheit und ihr Engagement waren der Anstoß für eine Bewegung, die weit über die Erwartungen hinausging. Das Orgateam, das unter der Leitung von Kawohl und Lemmen stand, mobilisierte innerhalb kürzester Zeit eine beeindruckende Anzahl von Menschen. Zu Beginn wurde mit einer Teilnahme von 400 bis vielleicht 800 Personen gerechnet, doch die Resonanz übertraf alle Erwartungen. Nach Schätzungen der Polizei versammelten sich am Ende rund 2500 Menschen auf den Straßen von Hüls. Diese überwältigende Teilnahme rührte die beiden Organisatorinnen fast zu Tränen und zeugte von einem starken Willen zur Veränderung und zur Verteidigung demokratischer Werte.

Die Atmosphäre während der Demonstration war von Solidarität und Entschlossenheit geprägt. Menschen jeden Alters und jeder Herkunft vereinten sich, um ein deutliches Zeichen gegen Rechts zu setzen und für Toleranz und Vielfalt einzutreten. Die Straßen waren gefüllt mit Transparenten und Fahnen, die die Botschaft der Einheit und des Widerstands trugen. Die Tatsache, dass sich eine ganze Gemeinschaft wie Hüls unter anderem gegen die AFD positioniert, zeigt ein klares Zeichen des Widerstands und der Ablehnung gegenüber politischen Ansichten, die als spaltend oder diskriminierend empfunden werden. Die überwältigende Resonanz auf die Demonstration zeigte deutlich, dass die Menschen in Hüls und darüber hinaus bereit sind, aktiv gegen rechtsextremistische Ideologien einzutreten. Frauke Kawohl, Beata Lemmen und ihr engagiertes Team haben nicht nur eine Demonstration organisiert, sondern auch eine Bewegung ins Leben gerufen, die Hoffnung und Inspiration für eine bessere Zukunft bietet.

Während der Demonstration richteten Kawohl und Lemmen bewegende Worte an die Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Thomas Delschen, Vorsitzender des Heimatvereins Hüls e.V., betonte in seiner Ansprache die Bedeutung der Anwesenheit aller und würdigte ihr Eintreten gegen rechtsextreme Tendenzen als ein Zeichen des Lernens aus der deutschen Geschichte. Die Pfarrerin der evangelischen Kirchengemeinde in Hüls, Doerthe Brandner, machte in ihren Worten deutlich, dass „Nie wieder" jetzt sei, in Anbetracht der aktuellen politischen Entwicklungen in Deutschland und weltweit. Ähnlich lautete das Motto des evangelischen Kirchentags in Nürnberg in diesem Jahr: „Jetzt ist die Zeit", was die Dringlichkeit des Handelns unterstreicht. Die Demonstration in Hüls zeigte somit nicht nur eine starke Ablehnung von rechten Ideologien, sondern auch einen klaren Appell zum aktiven Engagement für eine demokratische Gesellschaft.

Während der Demonstration in Hüls wurden nicht nur Zeichen gesetzt und Botschaften vermittelt, sondern auch praktische Solidarität gezeigt. Das Engagement der Teilnehmerinnen und Teilnehmer ging über das bloße Erscheinen hinaus, denn es wurden Spenden gesammelt, um die Kosten der Veranstaltung zu decken und zusätzliche Hilfsangebote zu unterstützen.

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