Jubilartreffen im Nordbahnhof 1963 war’s lustig bei der Sparkasse

Krefeld · Beruflich hat es etliche Banker dann in andere Beschäftigungsverhältnisse gelockt: Dieter Hehnen zum Beispiel wurde Beigeordneter der Stadt Willich.

 60 Jahre nach dem Start der Ausbildung bei der Sparkasse treffen sich viele Ehemalige im Nordbahnhof zum Wiedersehen.

60 Jahre nach dem Start der Ausbildung bei der Sparkasse treffen sich viele Ehemalige im Nordbahnhof zum Wiedersehen.

Foto: Roland Wagner

Als die Jubilare ihre Ausbildung bei der Sparkasse vor 60 Jahren begonnen haben, da gab es die Sparkasse Krefeld als fusionierte Großsparkasse von Stadt Krefeld und Kreis Viersen noch nicht. Swap-Geschäfte, Leerverkäufe, Derivate standen damals nicht auf der Tagesordnung – im Bankwesen ging es noch etwas beschaulicher zu.

Die Gruppe traf sich nun in Krefeld, um sich zunächst die neue Sparkasse am Ostwall anzusehen. Harald Schulze von der Unternehmenskommunikation und Stefan Brüning gaben einen Einblick ins Tagesgeschäft und in die mediale Filiale. Was einst als Telefonteam mit wenigen Mitarbeitenden startete, beherbergt heute die neueste Technik und wickelt viele Servicedienstleistungen für die Kunden per Telefon ab. „Für uns war das sehr interessant, wie sich das Berufsbild seit unserer Zeit gewandelt hat“, sagte Roland Wagner. Die Truppe stand etwas unter Zeitdruck. Schließlich war der gesellige Teil im Nordbahnhof vorbereitet und terminiert. Renate Richard, geborene Wetzel, ist sogar aus der Schweiz zum Treffen angereist. Von 24 Lehrlingen seinerzeit waren 13 anwesend. Im Nordbahnhof wurde viel gelacht. Etwa über Rainer Knötschkes Erfahrungen. Der als Mister Spiel-und-Sport-Krefeld bekannte Fußballtrainer und -funktionär war einmal Leiter der Tresorkasse. Und er bekam etliche Anrufe, die sich auf den Tresor-Kassen-Bestand bezogen. Alle dieser Fake-Anrufer meldeten sich unter dem Namen „Dörkes“ (der Name des damaligen Sparkassen-Chefs). Eines Tages rief Dörkes tatsächlich an und wollte den Kassenbestand erfragen. Genervt durch die anderen Anrufe entgegnete Knötschke: „ja ja, weiß schon, Großes „D“ und kleine „Örkes““. Antwort: “Ok Herr Knötschke, kommen Sie doch bitte mal in mein Büro“. Konsequenzen unbekannt.

Beruflich hat es etliche Banker dann in andere Beschäftigungsverhältnisse gelockt: Dieter Hehnen zum Beispiel wurde Beigeordneter der Stadt Willich, Hans-Willi Wefers Verwaltungsdirektor des Irmgardis Krankenhauses in Süchteln, Klaus Elfes leitete das St.-Josefs-Hospital in Uerdingen und Werner Bögershausen wurde Logistikleiter beim US-Riesen Procter und Gamble. Die Liste ließe sich fortsetzen.

(sti)
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