Krefeld: 1919 Autofahrer flüchteten nach einem Unfall

Im vergangenen Jahr in Krefeld : 1919 Autofahrer flüchteten nach einem Unfall

Die Polizei stellt Zahlen für 2018 vor setzt ab sofort verstärkt auf Prävention und Abschreckung.

(jon) Die Polizei wirbt am morgigen Freitag um aufmerksame Zeugen bei Unfällen. Denn: Wer vom Unfallort flüchtet, ohne seine Personalien zu hinterlassen oder sich um das Opfer zu kümmern, begeht eine Straftat. Insgesamt 1834 Mal flüchteten Autofahrer in Krefeld im vergangenen Jahr nach einem Unfall mit Blechschaden, zusätzlich 85 Mal nach einem Unfall mit Verletzten. Tendenz steigend. Deshalb setzen die Einsatzkräfte in der Seidenstadt verstärkt auf Prävention und Abschreckung. Mit Postkarten für Autofahrer werben sie ab morgen um mehr Aufmerksamkeit von Zeugen. Dazu werden Polizisten an belebten Parkplätzen im Stadtgebiet informieren und über die Konsequenzen aufklären. Die Beamten erhoffen sich dadurch mehr Hinweise, eine höhere Aufklärung sowie eine generelle Abschreckung.

Fahrerflucht, im Juristendeutsch unerlaubtes Entfernen vom Unfallort, ist strafbar und kann je nach Schwere unter anderem mit Führerscheinentzug oder Gefängnis bestraft werden. Trotzdem nimmt die Zahl der Fälle zu. Nordrhein-Westfalen zählte im vergangenen Jahr 138.936 solcher Delikte. Das sind 2,2 Prozent mehr als noch 2017 zuvor. Bundesweite Statistiken zur Unfallflucht gibt es nicht. Ärgerlich ist für die Betroffenen, dass sie den Schaden in der Regel nicht ersetzt bekommen, wenn der Unfallverursacher nicht gefunden wird.

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