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Krefeld: 17-jährige Schülerin ist nach Tuberkulose-Diagnose gestorben

Gesundheitsamt ermittelt Kontaktpersonen : 17-jährige Krefelderin nach Tuberkulose-Diagnose in Klinik gestorben

Eine 17-jährige Schülerin aus Krefeld ist an einer Tuberkuloseinfektion verstorben. Nun ermittelt das Gesundheitsamt die Kontaktpersonen. Betroffene müssen sich einem Bluttest oder einer Röntgenaufnahme der Lunge unterziehen.

Eine Schülerin einer weiterführenden Schule in Krefeld ist mit einer Tuberkuloseinfektion in eine Klinik eingeliefert worden. Die Jugendliche war seit längerer Zeit erkrankt, und bei fortgeschrittenem Befund ist die 17-Jährige an der Erkrankung verstorben.

Aufgrund der Tuberkulose-Diagnose ermittelt das städtische Gesundheitsamt nun die Kontaktpersonen, dazu gehören rund 50 Schüler sowie Schulpersonal. Sie müssen sich einem Bluttest, beziehungsweise bei Erwachsenen je nach Alter auch einer Röntgenaufnahme der Lunge unterziehen. Die Eltern der Schüler sind entsprechend informiert.

Tuberkulose (Tbc) ist, insbesondere, wenn sie rechtzeitig erkannt wird, gut behandelbar. Bei der Tuberkulose ist eine Übertragung an besondere Bedingungen gebunden. Die Ansteckung erfolgt von Mensch zu Mensch, in der Regel als Tröpfcheninfektion, wobei in erster Linie die Lunge infiziert wird.

Wenn Erkrankte die Tuberkulosebakterien abhusten, spricht man von „offener“ Tbc. Der an einer offenen Tuberkulose Erkrankte gibt beim Sprechen, Husten und Niesen mit seinem Atem feinste Tröpfchen ab, die Tbc-Bakterien enthalten und beim Einatmen die Atemwege anderer Menschen infizieren können. Dazu bedarf es jedoch in der Regel eines engen und über längere Zeit andauernden Kontaktes (zum Beispiel gemeinsamer Aufenthalt in einem geschlossenen Raum über mindestens acht Stunden). Nach einer Ansteckung erkranken 90 bis 95 Prozent der Menschen nicht, weil ihre körpereigene Abwehr die Tuberkuloseerreger eliminiert. Zur manifesten Tbc kommt es hingegen (nur) bei fünf bis zehn Prozent dieser Personen.