Krefeld: 143 Millionen Euro sollen bis 2022 in Krefelder Schulen investiert werden

Stadt investiert 143 Millionen Euro : Millionen für Schulen - Handwerker sind rar

143 Millionen Euro sollen bis 2022 in Krefelds Schulen investiert werden – mindestens. Denn die Bau- und Handwerkerpreise sind gestiegen, Handwerker rar. Die Stadtspitze erläuterte jetzt den Stand der Dinge.

Es ist das größte öffentliche Investitionspaket des Jahrzehnts: Die Stadt  verbaut zwischen 2018 und 2022 knapp 143 Millionen Euro in Erweiterungs- und Sanierungsprojekte an Krefelder Schulen. Das Geld speist sich aus Bundes-, Landes- und Stadtmitteln – und schon jetzt ist klar, dass Geld und der Zeitrahmen nicht ausreichen werden. Der Bauboom hat die Preise steigen lassen, Handwerker sind rar. Über den gesetzten Zeitrahmen von 2022 werde bereits weiter geplant und finanziert,  „es ist nicht selbstverständlich, dass wir zurzeit alle Gewerke für die Projekte bekommen“, erläuterte dazu am Montag Rachid Jaghou, Fachbereichsleiter Gebäudemanagement, als die Stadtspitze den Stand der Arbeiten an Krefelds Schulen erläuterte. Dennoch überwiegt die Zufriedenheit, so viel Geld in Krefelds Schulen investieren zu können. „Der Sanierungsumfang umfasst rund 1000 Maßnahmen, um unsere Schulen für die Zukunft fit zu machen. Wir haben 2018/2019 rund 300 Maßnahmen begonnen, von denen 101 bereits abgeschlossen sind“, bilanzierte Oberbürgermeister Frank Meyer.

Der Ortstermin, an dem auch Schuldezernent Markus Schön und Schulamtsleiter Jürgen Maas teilnahmen, fand an passendem Ort statt: auf dem Schulhof der Regenbogenschule. Das Nebengebäude der Grundschule ist saniert, Flur- und Klassenbereich sind neu gestaltet. „Das Budget von 1,1 Millionen Euro haben wir eingehalten. Wir liegen sogar knapp darunter“, sagte Projektleiterin Vera Fuchs vom Fachbereich Gebäudemanagement. Dezernent Schön ergänzte: „Das Haus ist komplett durchsaniert und entspricht den neuesten Standards.“ Es war nötig, die Schule hatte mit Schimmel- und Schwammbefall zu kämpfen. Die Fenster wurden ausgetauscht, Fluchttreppen und Türen ergänzt, Elektro- und Sanitäranlagen erneuert. Zudem wurde die schöne Backsteinfassade neu verfugt. Nun steht ein Erweiterungsbau an, um Raum für die Dreizügigkeit zu schaffen. Es entstehen elf Klassen- und Mehrzweckräume. Der Neubau soll bis Augst 2020 stehen. Kosten: 5,2 Millionen Euro.

Die weiteren Projekte:

Gesamtschule Uerdingen, Standort Uerdinger Straße: Die ehemalige Ter- Meer-Schule wird zur  Fünfzügigkeit ausgebaut, erhält einen neuen Trakt für die Oberstufe mit  Mensa samt Aula. Zurzeit laufen Erd- und Fundamentarbeiten. Der Bau soll im August 2020 bezugsfertig sein. Kosten: knapp 15 Millionen Euro.

Gesamtschule Uerdingen, Standort Lübecker Weg: Energetische Sanierung der Außenhülle und des Daches sowie Erneuerung der Fenster. Die Arbeiten sollen im Oktober 2019 abgeschlossen sein. Kosten: 1,2 Millionen Euro.

Gesamtschule Oppum: Ausbau zur Fünfzügigkeit mit neuem Trakt für die Oberstufe samt Mensa und Aula sowie einem Werkstattgebäude; Fertigstellung Oktober 2021, zurzeit laufen Erd- und Fundamentarbeiten; Kosten: 23,6 Millionen Euro.

Robert-Jungk-Gesamtschule am Reepenweg: Erweiterung des Oberstufentraktes; Fertigstellung für Februar 2021 geplant; die Arbeiten beginnen „in Kürze“. Kosten: 9,1 Millionen Euro.

Geschwister-Scholl-Schule Fungendonk: Ausbau zur Dreizügigkeit; Erweiterung um fünf Klassen- und Mehrzweckräume, Mensa mit Küche und Verwaltungstrakt einschließlich Lehrerzimmer; Abschluss geplant für Oktober 2020, Kosten: 6,5 Millionen Euro. Zurzeit laufen Erd- und Fundamentarbeiten.

Sanierung Turnhalle Lindenstraße: Fenster, Türanlagen, Boden, Prallschutz, Beleuchtung, Umkleide und Sanitärbereich werden saniert und erneuert. Kosten: 355.000 Euro; Fertigstellung im Dezember 2019.

Sanierung der Toilettenanlagen am Schulzentrum Horkesgath; Geplante Fertigstellung im November 2019; Kosten: 954.000 Euro.

Kinder der Regenbogenschule präsentieren ein Bild des Erweiterungsbaus, der nun gebaut wird. Im Hintergrund  die Verantwortlichen bei der Stadt (v.l.): Schuldezernent Markus Schön, Schulamtsleiter Jürgen Maas, Oberbürgermeister Frank Meyer und Rachid Jaghou, Fachbereichsleiter Gebäudemanagement. Foto: Stadt Krefeld
So soll die Geschwister-Scholl-Schule einmal aussehen. Foto: Stadt Krefeld
So wird der Erweiterungsbau für die Regenbogenschule aussehen. Foto: Stadt Krefeld
So soll die Robert-Jungk-Gesamtschule aussehen. Foto: Stadt Krefeld
So soll die Gesamtschule Uerdingen aussehen. Foto: Stadt Krefeld
So wird die Gesamtschule in Oppum aussehen. Foto: Stadt Krefeld

Abgeschlossen sind die Sanierung der Decke der Sporthalle Fabritianum (200.000 Euro), bei der Gesamtschule Kaiserplatz die Sanierung des Parkettbodens in Mensa, Forum und Musikraum (82.900 Euro), die Sanierung des Biologieraums am Moltke-Gymnasium (124.000 Euro) sowie die Sanierung der Jungentoiletten der Edith-Stein-Schule (103.000 Euro).

Hier geht es zur Bilderstrecke: Krefeld will für 143 Millionen Euro Schulen modernisieren