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Krefeld: 1,1 Mio. Euro zur Beschäftigung schwerbehinderter Menschen

Arbeitsagenturbezirk Krefeld bietet 5.331 Arbeitsplätze : 1,1 Mio. Euro zur Beschäftigung schwerbehinderter Menschen

Der Landschaftsverband Rheinland (LVR) unterstützt finanziell in 212 Fällen die Arbeitgeber in Krefeld. Ende 2020 gab es in der Stadt drei anerkannte Inklusionsbetriebe mit 75 Arbeitsplätzen.

Im Jahr 2020 haben das Inklusionsamt des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR) und die rheinischen Fachstellen für behinderte Menschen im Arbeitsleben Arbeitgeber in Krefeld in 212 Fällen mit mehr als 1,1 Millionen Euro zur Beschäftigung schwerbehinderter und gleichgestellter Menschen unterstützt. Von den Mitteln wurden neue Ausbildungs- und Arbeitsplätze geschaffen sowie Räumlichkeiten und Arbeitsplätze behinderungsrecht gestaltet. Rheinlandweit waren es insgesamt mehr als 35,7 Millionen Euro in 9.682 Fällen. Hinzu kommen mehr als 9,9 Millionen Euro, die schwerbehinderte Menschen im Rheinland beispielsweise für technische Arbeits-, Kraftfahrzeug-, Wohnungshilfen oder Arbeitsassistenzen erhalten haben. Dies geht aus dem neuen Jahresbericht 2020 des LVR-Inklusionsamtes hervor.

Schwerbehinderung  Insgesamt lebten zum 31. Dezember 2019 in Krefeld 24.382 Menschen mit einer Schwerbehinderung, im Rheinland 1.005.041. Der Anteil der Behinderungen nimmt ab dem 45. Lebensjahr deutlich zu: Fast 90 Prozent aller Menschen mit Schwerbehinderung sind älter als 45 Jahre.

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Arbeitsmarktsituation In 2019 waren im Arbeitsagenturbezirk Krefeld 5.331 Arbeitsplätze mit schwerbehinderten und gleichgestellten Menschen besetzt (Rheinland: 194.579). Die Arbeitgeber erreichten eine durchschnittliche Beschäftigungsquote von 4,9 Prozent (Rheinland: 5,39 Prozent), die damit unter dem gesetzlich vorgeschriebenen Wert von fünf Prozent liegt.

Ausgleichsabgabe Das LVR-Inklusionsamt erhebt eine Ausgleichsgabe von Arbeitgebern, die mehr als 20 Arbeitsplätze haben, davon aber nicht mindestens fünf Prozent mit Menschen mit einer Schwerbehinderung beschäftigen. Arbeitgeber sollen damit motiviert werden, schwerbehinderte Menschen einzustellen. Das LVR-Inklusionsamt hat 2020 von 10.051 Arbeitgebern im Rheinland rund 88,2 Millionen Euro erhoben. Davon wurden mehr als 13,7 Millionen Euro an die Fachstellen im Rheinland zugewiesen, mehr als 8,3 Millionen Euro flossen in einen Ausgleichsfonds des Bundes. Mit den Mitteln der Ausgleichsabgabe unterstützt das LVR-Inklusionsamt die Arbeitgeber, die Schwerbehinderte beschäftigen.

Förderung Ein besonderes Instrument zur Schaffung und Sicherung von Arbeitsplätzen ist die Förderung von Inklusionsbetrieben, die auf 30 bis 50 Prozent der Arbeitsplätze Menschen mit besonderem Unterstützungsbedarf beschäftigen. Ende 2020 gab es in Krefeld drei anerkannte Inklusionsbetriebe mit 75 Arbeitsplätzen, davon 50 für Menschen mit einer Schwerbehinderung. Im Rheinland gab es 147 Inklusionsbetriebe mit 3.399 Arbeitsplätzen, davon 1.826 für  Schwerbehinderte.