Krefeld: Konzertjahr endet mit Mozarts Jupiter-Sinfonie

Krefeld: Konzertjahr endet mit Mozarts Jupiter-Sinfonie

Beim siebten und letzten Sinfoniekonzert dieser Saison gibt es für die Konzertbesucher ein besonders komfortables Angebot zum Auswählen: Während am Dienstag, 28. Juni, um 20 Uhr im Seidenweberhaus die drei Preisträger des Wettbewerbs "Bühne frei" den ersten Teil des Abends bestreiten (die RP berichtete), erklingen dort am Freitag, 1. Juli, ab 20 Uhr, bis zur Pause die Ouvertüre zur Oper "Die Hochzeit des Figaro" und ein weiteres Werk von Wolfgang Amadeus Mozart - eines, das so gut wie nie aufgeführt wird: Das "Concertone C-Dur KV 190". Der seinerzeit 18-jährige Komponist schrieb das viersätzige Opus als sein drittes Werk für Orchester - nach dem B-Dur Violinkonzert und dem Klavierkonzert in F-Dur. Mozart sah diese Kompositionen als Vorübung zu seinem sinfonischen Schaffen an.

Vier Solisten - Chisato Yamamoto und Fabian Kircher (Violine), Yoshihiko Shimo (Oboe) und Raffaele Franchini (Violoncello) - korrespondieren mit einem nicht sehr groß besetzten Orchester, in etwa wie beim barocken Concerto grosso. Generalmusikdirektor Mihkel Kütson schwärmt von der eingängigen Klangsprache des rund halbstündigen Werkes und den einfallsreichen melodischen Wendungen.

Mit Mozarts letzter Sinfonie - Nr.41 C-Dur KV551 "Jupiter" - endet an beiden Abenden das Konzert. "Sie ist Mozarts Vermächtnis und sein kompositorischer Gipfelpunkt, steht zwar in C-Dur, ist aber nicht durchgehend strahlend, teils auch verhangen und tiefschürfend. Die Themen werden komprimiert und kunstvoll behandelt", legt Kütson dar: "Hier wird das Staffelholz bereits an die nächste Generation weitergegeben, die Jupiter-Sinfonie deutet schon auf Beethoven und Mendelssohn hin." Konzertdramaturgin Eva Ziegelhöfer wird an beiden Abenden um 19.15 Uhr eine Einführung geben.

(RP)