Kommentar zur Debatte um den Theaterplatz Der Seidenweberhaus-Moment – wie die Kulturhistorische Städtebauliche Analyse erwachsen wird

Krefeld · Man kann es drehen und wenden, wie man will. Aus der Kulturhistorischen Städtebaulichen Analyse lässt sich keine Rechtfertigung für den Erhalt des Seidenweberhauses ableiten. Wer wirklich Nachhaltigkeit will, muss sich von den Zielen der KHSA verabschieden.

 Jens Voss

Jens Voss

Foto: Lammertz, Thomas (lamm)

Die Öffentlichkeit ist gerade Zeuge geworden, wie ein Buch erwachsen wird und sich von seinen Autoren löst. Claudia Schmidt, Mitautorin der Kulturhistorischen Städtebaulichen Analyse (KHSA), hat sich bekanntlich für den Erhalt des Seidenweberhauses (SWH) ausgesprochen und sich auch auf die KHSA berufen: Das Seidenweberhaus werde darin nicht als Hauptproblem des Theaterplatzes genannt. Zugleich finden sich in der KHSA harte Sätze über das Gebäude: „Strukturfremde Bebauung“ lautet das Urteil.