Krefeld: Kirche - neue Jugendbeauftragte

Krefeld : Kirche - neue Jugendbeauftragte

Nora Campen kümmert sich im Fachbereich kirchliche Jugendarbeit der Bistums Aachen für die Region Krefeld/Kempen-Viersen um die Jugendkirche Krefeld.

Es ist das erste Mal, dass sie für die katholische Kirche arbeitet: Nora Campen ist die neue Jugendbeauftragte im Fachbereich kirchliche Jugendarbeit des Bistums Aachen für die Region Krefeld/Kempen-Viersen und zuständig für die Jugendkirche Krefeld. Dass sie noch nicht über jahrelange berufliche Erfahrung im Raum der Kirche verfügt, ist für die 30-Jährige kein Nachteil, im Gegenteil: "Vielleicht kann man so ganz neu und ganz anders auf die Aufgaben in der Kirche sehen", sagt sie im Gespräch mit unserer Redaktion.

Auch ohne ihre berufliche Verbindungen steht sie der Kirche nahe. Sie stammt aus dem niederrheinischen Schwalmtal: "Dort ist es selbstverständlich, dass die Kirche Teil des Lebens ist", sagte Campen. Nur ein Beispiel: Der Diakon, der sie und ihren Mann getraut hat, ist mit den Eheleuten auch privat verbunden.

Nora Campen hat zunächst eine Ausbildung zur Erzieherin gemacht und danach Soziale Arbeit studiert. Sie arbeitete zunächst für eine Ambulante Familienhilfe in Krefeld, bevor sie zur Kirche wechselte. Ihr nächstes großes Projekt ist die so genannte U-18-Wahl zur Bundestagswahl. Dabei haben Krefelder Kinder und Jugendliche, die noch nicht volljährig sind, die Möglichkeit, zu wählen.

In Krefeld wird es dazu vom 10. bis zum 15. September zehn katholische Wahllokale geben, darunter zwei mobile. Ziel ist es, die Demokratie einzuüben und zugleich ein Stimmungsbild zu erhalten, was Kindern und Jugendlichen an Politik wichtig ist. Den Auftakt macht der südliche Stadtteil Fischeln: Dort wird am 10. September gleichzeitig mit den Fischeln Open das erste mobile Wahllokal seine Pforten öffnen und den minderjährigen Krefeldern die Möglichkeit eröffnen, ein fiktives politisches Mandat zu verteilen.

Wichtig ist Nora Campen, dass die die Jugendkirche interkulturell geprägt sein kann. "Es geht um Werte wie Nächstenliebe und Toleranz. Das Christentum ist wichtig und unsere Religion und Basis, aber alle anderen Religionen sind herzlich willkommen", sagt sie.

(RP)