Preisverleihung Keramikpreis für Ric Sebes

Krefeld · Ric Sebes heißt der neue Träger des Niederrheinischen Keramikpreises, der mit 1000 Euro dotiert ist.

 Bürgermeisterin Karin Meincke verleiht den Preis an Ric Sebes.

Bürgermeisterin Karin Meincke verleiht den Preis an Ric Sebes.

Foto: Lammertz, Thomas (lamm)

Bei strahlendem Sonnenschein und umringt von den Mitgliedern der Jury Denise Stangier, Keramikmeisterin und Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft des Kunsthandwerks am Niederrhein, Elke Richter, Düsseldorfer Künstlerin und Museumspädagogin des dortigen Hetjens-Museums und Knut Michalk, Keramik-Fachlehrer der Hochschule Niederrhein überreichte Bürgermeisterin Karin Meincke dem sympathischen Niederländer die Preisurkunde zusammen mit dem Keramik-Oskar. Das Gefäß wurde vom Fachbereich Design der Hochschule eigens entwickelt und soll mit seinen verwickelten schwarz-weißen tragenden Schichten an Jahresringe und damit an das Bestehen des Pottbäckermarktes erinnern, der in diesem Jahre sein 20-jähriges Bestehen begeht.

Vor zwei Jahren hat das Keramiker-Ehepaar Ric und Sonja Sebes in St. Goar am Rhein eine alte Getreidemühle gekauft und die Werkstatt nach dort verlegt. "Das geräumige alte Gebäude inspiriert mich", sagt Sebes, der seine Ausbildung an der renommierten Keramikfachschule SBB Gouda abgeschlossen hat. Die Arbeiten des Preisträgers zeichnen sich durch eine besondere Glasurtechnik aus. Bei einer Temperatur von 1280 Grad löst er Kristallsubstanzen auf schamottierten Porzellanscherben auf, die ihre unregelmäßige, aber glatte Farboberfläche mit den sich langsam herausbildenden zarten Strahlenkränzen erst während des vom Keramiker gesteuerten Abklingprozesses herausbilden. Im Ofen wächst so im Auf und Ab des Abkühlprozesses ein "manipulierter Zufall", wie es Jurymitglied Michalk ausdrückt.

"Equipment und Technik benutzte bereits der Jugendstil", sagt Sebes bescheiden und überspielt, wie viel Brennvorgänge schief gegangen sind, bis er diese Meisterschaft erreichte. "Man muss bei sich bleiben und darf sich nicht den Trends ergeben", beschreibt Sonja Sebes die gemeinsame künstlerische Arbeit,die künstlerisch fantasievoll gestaltete Gebrauchsformen produziert. oes

(oes)
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