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Krefeld: Kathstede mag es rot

Krefeld : Kathstede mag es rot

Der Oberbürgermeister saß gestern als erster Gast auf dem roten Sofa der Rheinischen Post. Er will einen Spielplatz für Senioren, findet die City-Ideen der SPD "hervorragend", und sieht Probleme mit den Kraftwerks-Unterlagen.

Gregor Kathstede möchte nicht, dass Krefeld nur familienfreundlich ist. Der Oberbürgermeister erklärte gestern auf dem roten Sofa, das die RP zur Premiere auf dem Willy-Göldenbachsplatz aufgestellt hatte, dass ihm das nicht reiche: "Krefeld soll Familienstadt werden." Im Interview mit Redaktionsleiter Dieter Hilla sagte Kathstede vor Krefelder Bürgern, dass es für ihn nichts Schöneres gebe "als das fröhliche, freie Lachen eines Kindes". Sein Kind, hofft der werdenden Vater, werde sicherlich auch fröhlich, weil es einen "so netten Vater" habe. "Und eine so nette Mutter", fügte er schnell an. Die Stadt müssen noch mehr daran arbeiten, für Familien attraktiv zu werden.

Mobiler Spielplatz am Neumarkt

Genaue Pläne stellte er allerdings nicht vor, ein mobiler Spielplatz auf dem Neumarkt sei denkbar. Ähnlich sind seine Vorstellungen für die ältere Generation: Kathstede wünscht einen Seniorenspielplatz in der Innenstadt. "Nicht mit Wippe", wie er betonte, sondern mit Schachspielflächen. "Aber wir wissen noch nicht genau, wo und wie." Er wolle Krefeld zu "einer modernen Stadt machen, die "im Konzert der umliegenden Städte und Kreise mitspielen kann". Die Ideen zur Stadtplanung, die die SPD in den vergangenen Tagen vorlegte, findet Kathstede "hervorragend".

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Wie die verdutzten Zuhörer dann erfuhren: "Weil es meine sind." Was die SPD vorschlage, sei nichts anderes als das, was er selbst immer sage, schoss er gegen die politische Opposition. "Die SPD unterstützt mich. Ich fürchte nur, sie weiß es nicht."

Unterlagen für Kraftwerk

Die Stadt wälze derzeit "Berge von Unterlagen" zum Steinkohlekraftwerk. Offenbar fehlen jedoch einige: "Nach meinem derzeitigen Stand sind die Unterlagen nicht vollständig", sagte Kathstede.

Die Stadt wurde von der Düsseldorfer Bezirksregierung um eine Stellungnahme zur Trianel-Planung des Steinkohlekraftwerks in Uerdingen gebeten. Der Krefelder Verwaltung wurden der Trianel-Antrag vorgelegt, dann muss die Kommune der Bezirksregierung mitteilen, was nach ihrer Ansicht im Antrag noch fehlt oder berücksichtigt werden muss. Dem Rat der Stadt wird der Stand der Unterlagen-Vollständigkeit in seiner nächsten Sitzung Ende Juni vorgelegt. Bis dahin könne sich noch etwas ändern, betonte Kathstede.

(RP)