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Krefeld: Kathstede: Brunnen auf dem Theaterplatz wird bepflanzt

Krefeld : Kathstede: Brunnen auf dem Theaterplatz wird bepflanzt

Der Brunnen auf dem Theaterplatz soll bepflanzt werden – Ziel der Maßnahme: Vermüllung zu verhindern und die Optik des Platzes zu verbessern. Dies teilte Oberbürgermeister Gregor Kathstede gestern auf Anfrage mit. Er will zudem prüfen lassen, ob man den Brunnenrand mit Sitzhölzern bestücken kann.

Der Brunnen auf dem Theaterplatz soll bepflanzt werden — Ziel der Maßnahme: Vermüllung zu verhindern und die Optik des Platzes zu verbessern. Dies teilte Oberbürgermeister Gregor Kathstede gestern auf Anfrage mit. Er will zudem prüfen lassen, ob man den Brunnenrand mit Sitzhölzern bestücken kann.

Zudem sollen in den Treppenabgängen zur Tiefgarage vor den Notausgängen Gitteranlagen angebracht werden, die nur von innen zu öffnen sind. Auch dadurch soll Vermüllung verhindert und sichergestellt werden, dass die Notausgänge auch zu öffnen sind. Die Treppenabgänge sollen zudem gestrichen werden, um den Uringestank dort einzudämmen, teilte Kathstede weiter mit. Die neuen Gittertüren kommen am Fuß der Treppe zu stehen — eine komplette Einhausung des Abgangs oben sei zu teuer, erklärte Kathstede.

SPD: "Kathstede hat fast nichts gemacht"

Der Oberbürgermeister hatte am Wochenende eine Offensive für den Theaterplatz angekündigt. Auch SPD und CDU forderten gestern Maßnahmen, um den Theaterplatz wieder zum "Bürgerplatz" zu machen, wie es der SPD-Vorsitzende Frank Meyer ausdrückte. Beide Parteien wollen die Drogenszene vom Theaterplatz verdrängen und plädieren für eine Strategie, die polizeilichen Druck mit mehr Hilfsangebote für die Drogenkranken verbindet.

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Zugleich kritisierten die Sozialdemokraten, dass Kathstede viel zu wenig getan habe: "Er ist jetzt neun Jahre im Amt; außer dass eine Toilette aufgestellt und versetzt wurde, hat er nichts getan", sagte Meyer. Die SPD fordert eine Drei-Säulen-Strategie zur Rettung des Theaterplatzes: Zum einen soll das Angebot für die Drogensüchtigen verbessert werden. So sollen die Öffnungszeiten des Café Pause als Anlaufstelle für Drogensüchtige erweitert und mittelfristig ein Drogenkonsumraum eingerichtet werden — das hat der Rat bislang aus Kostengründen (ein solcher Raum würde rund 500.000 Euro im Jahr kosten) nicht in Erwägung gezogen.

Neben sozialpolitischen soll es auch ordnungspolitische Maßnahmen geben — mehr Kontrollen und Druck durch die Polizei. Dritte Säule: Beteiligung der Bürger bei der Frage, wie der Theaterplatz umzugestalten sei. Die SPD will ihr Konzept nach der Wahl in den Rat bringen — "wir wollen das nicht als Populismus-Thema in die nächste Ratssitzung bringen", betonte der SPD-Fraktionschef im Rat, Uli Hahnen.

Philibert Reuters plädiert für harte Linie

Für die CDU erklärte gestern Fraktionschef Philibert Reuters: "Die offene Drogenszene auf dem Theaterplatz ist nicht weiter hinnehmbar. Alle Kinder in Krefeld haben einen Anspruch darauf, in einem Umfeld aufzuwachsen, dass ihre Entwicklung nicht gefährdet, sondern sichert." Die CDU halte daher "am Ziel einer konsequenten Bekämpfung des Rauschmittelmissbrauchs fest". Moderne Drogenpolitik dürfe die gesundheitlichen und sozialen Aspekte von Sucht nicht vernachlässigen und müsse deshalb immer auf Ausstiegsorientierung abzielen. "Daher setzen wir auf Maßnahmen der Begleitung und Beratung, aber auch auf ordnungs- und strafrechtliche Konsequenzen" bei Drogenhandel. Der Drogenszene müsse durch eine härtere Gangart Einhalt geboten werden. Dazu habe die CDU-Fraktion einen Antrag an den Ausschuss für Ordnung, Sicherheit und Verkehr des Rates gerichtet.

Auch mit Blick auf die Neueröffnung des Hortenhauses und die angestrebte Ansiedlung von P&C drängt die Fraktion auf die Verdrängung der Szene vom Theaterplatz.

(RP)