Krefeld: Ungetrübte Narretei in Verberg und Oppum

Krefeld: Ungetrübte Narretei in Verberg und Oppum

Tausende säumten in Verberg und Oppum die Straßen, um in jecken Monturen die Stadtteilumzüge zu verfolgen. Die großen und kleinen Karnevalisten imponierten mit bunten Kostümen und ausgelassenem Frohsinn.

Es war den Veranstaltern der Karnevalsumzüge in Verberg und Oppum gemein: Sie hatten in der Vergangenheit mit Umtrieben Jugendlicher zu kämpfen, die die Züge nutzten, um sich wahllos zu betrinken und in der Folge zu randalieren und für andere Probleme zu sorgen. Entsprechend mussten beide Karnevalsvereine mit starken Auflagen der Ordnungsbehörden kämpfen. Die Verberger hielten ihren Zug sogar weitgehend geheim, um Verabredungen zum "Komasaufen" zu vermeiden (wir berichteten). Die Maßnahmen aber zeigten sich erfolgreich und beide Züge gingen mit tollem Fazit und ohne nennenswerte Störung zu Ende.

Bereits am Vormittag waren die Verberger gestartet und feierten trotz zwischenzeitlich leichten Regens einen Umzug, der an die alten Zeiten erinnerte. Wie traditionell fanden sich an vielen Grundstücken entlang der Zugstrecke offene Garagen, Pavillons und dergleichen, an denen Zugteilnehmer, Freunde und Besucher mit allerlei festen wie flüssigen Leckereien versorgt wurden. Die Kinder standen im Mittelpunkt und hatten sichtlich Spaß an dem Zug, der unter solchen Umständen zukünftig in geraden Jahren stattfinden wird.

Kinderprinz Ole I. war entsprechend begeistert: "Es hat mir sehr gut gefallen. Es war der erste Zug, den ich mitgemacht habe und wirklich alles war super", sagte der Prinz. Seine Prinzessin Helena I. fügte hinzu: "Ich habe ganz viele Freunde gesehen, und es hat Spaß gemacht, sie über das Mikro grüßen zu können." Und auch das Fazit der Erwachsenen fiel sehr positiv aus. "Es war ein Zug, wie wir ihn uns wünschen. Keine Störungen, viele lachende Jungen und Mädchen und einfach nur Spaß. So kann es weiter gehen", sagte KG Verberg-Präsident Ralf Mühlenberg.

Bereits am Vormittag hatten die Verantwortlichen mit Polizei und Ordnungsamt die Lage analysiert und die sozialen Netzwerke sondiert. Schon da zeichnete sich ab, dass es ohne Störung ablaufen würde, so dass das Krisenteam sich darauf einigte, auf Stufe eins der Maßnahmen gehen zu können.

Die Tatsache, dass in Verberg alles so wunderbar ablief, trieb zunächst den Organisatoren des Zuges die Sorgenfalten auf die Stirn. "Als in Verberg alles ruhig blieb, hatten wir Sorge, die jugendlichen Trinker kämen zu uns nach Oppum. Doch die große Präsenz von Polizei und Ordnungsamt hat dafür gesorgt, dass es überhaupt keine Störungen gab", zog Zugleiter Markus Mauritz eine ebenfalls positive Bilanz. Rund 10.000 Narren säumten die Strecke des Zuges und feierten ein friedliches und fröhliches Fest. Die einzige Komplikation sorgte eher für Schmunzeln, denn an der Unterführung an der Kuhleshütte musste der Wagen der Gesellschaft 38 teilweise demontiert werden. Er war schlicht zu hoch. Feuerwehr und Mitglieder des Vereins aber lösten das Problem schnell und unkompliziert. So lief am Ende auch an dieser Stelle alles reibungslos. Auch in Oppum säumten viele schön geschmückte Häuser und Gruppen den Weg und auch zwischenzeitlicher leichter Regen hielt die Narren nicht von einem ausgelassenen Fest ab. Das hatte Prinz Sebastian I. bereits vor dem Start des Umzuges über das Mikrofon verkündet. "Wir sind begeistert, was hier los ist und werden uns auch vom Wetter nicht den Spaß nehmen lassen", gab der Regent der Narren bereits vor Beginn die Richtung vor. Insgesamt bleibt zu hoffen, dass die Ereignisse dieses Tages sinnbildlich für die zukünftige Entwicklung sind. Alle Beteiligten konnten ausgelassen und störungsfrei feiern und speziell die vielen lachenden Kinder rund um die Umzüge zeigen, dass die Veranstaltungen einen festen Platz im Kalender verdienen.

Hier geht es zur Bilderstrecke: So schön war der Karnevalsumzug 2018 in Verberg

(RP)