Karneval 2018: Krefelder Polizistin lässt sich vom kleinen Finn festnehmen

Tulpensonntagszug in Uerdingen: Wie der kleine Finn eine Krefelder Polizistin festnahm

Wenn er groß ist, möchte Finn Polizist werden. Am Rande des Tulpensonntagszugs in Krefeld-Uerdingen konnte er schonmal Bekanntschaft mit seinen künftigen Kollegen machen - und ein bisschen für den Traumberuf üben.

"Wir melden eine erste Festnahme", schrieb die Krefelder Polizei am Sonntagmittag auf Facebook. Die Beamten waren in Uerdingen am Rande des Tulpensonntagszugs im Einsatz, bei dem rund 50.000 Jecken dem Regen trotzten und Kamelle sammelten.

Am Straßenrand feierte auch der kleine Finn mit, begleitet von seiner Familie und verkleidet als Polizist. Das nämlich, so schrieben die Beamten, ist Finns großer Berufswunsch. Und so nutzten die Einsatzkräfte die ruhige Situation rund um das närrische Treiben, um dem künftigen Kollegen, dessen genaues Unfall der Polizei unbekannt ist, einen Wunsch zu erfüllen: Finn durfte eine Polizistin kurzzeitig "in Gewahrsam nehmen" und ihr Handschellen anlegen, um anschließend mit ihr für ein Erinnerungsfoto zu posieren. "Das macht sich bei der Bewerbung in einigen Jahren sicher gut", schrieb die Polizei dazu auf Facebook.

Das Posting kam im sozialen Netzwerk sofort gut an. Viele User fanden lobende Worte für die spontane und herzliche Aktion der Beamten. "Solche 'Festnahmen' sollte es ruhig öfter geben, die erwärmen wenigstens das Herz", schrieb eine Userin. Ein anderer User kommentierte: "Früh übt sich, wer ein guter Polizist werden will."

Echte Festnahmen musste die Polizei in Uerdingen allerdings auch verzeichnen. Bis 15 Uhr bilanzierte ein Sprecher: "Sechs Personen kamen vorübergehend in Gewahrsam, meist wegen kleineren Schubsereien. Alles in allem ist es aber sehr ruhig."

(cbo)