Krefeld: Hülser drehen Videoclip mit Hymne

Krefeld: Hülser drehen Videoclip mit Hymne

Zum Jubiläum des Breetlook-Zuges hat Wolfgang Jachtmann eine Hülser Karnevalshymne geschrieben. Sie wurde jetzt in einem Videoclip verfilmt - er ist ab morgen im Internet zu sehen und zu hören. Das Ziel: Ganz Hüls soll am Dienstag mitsingen können.

Hüls im Glück: Zum Jubiläum des Breetlook-Zuges bekommt der Hülser Karneval seine eigene Hymne. Musik und Text stammen von dem Hülser Wolfgang Jachtmann, der sein Herz an Hüls sowieso, aber eben auch an die Musik verloren hat. "Das neue Lied ist dem Komitee Karnevalszug Hüls 1979 e.V. für fast 40 Jahre erfolgreiche Arbeit gewidmet", sagt Jachtmann. Der Song wurde jetzt bei einem munteren Video-Dreh im Restaurant Santa Lucia am Hülser Markt aufgenommen und soll ab morgen bei YouTube und Facebook zu sehen und - wichtiger - zu hören sein. Denn eines wünscht sich Jachtmann natürlich: dass sein Lied am Dienstag beim Breetlook-Zug auf dem Hülser Marktplatz aus 20.000 Kehlen erklingt. Denn so viele Menschen werden erwartet.

Jachtmann ist quasi Hülser Hofkomponist, der schon mehrfach mit eigenen Arbeiten an die Öffentlichkeit gegangen ist. So hat er eine gefühlvolle KEV-Hymne geschriebne und eine CD mit Liedern zu St. Martin herausgebracht. Nun also: Karneval. Um das Lied rechtzeitig zum Breetlook-Dienstag unter die Leute zubringen, kam die Idee mit dem Video-Dreh. So trafen sich jetzt das Komitee Karnevalszug Hüls 1979 e.V. mit dem Hülser Prinzenpaar Sandro I. und Jabiz I., um mit Jachtmann einen stimmungsgeladenen Musikclip zu produzieren. "Die Zeit war knapp, und so kann man das Video erst ab morgen unter seinem Titel 'Wenn bongte Waare duer Hölsche Stroate trecke' bei YouTube und auf der Facebookseite des Komitees Karnevalzug Hüls 1979 anschauen", berichtet Jachtmann.

Er selbst und das Komitee trugen die für Hüls charakteristischen blauen Hemden, die aus der Tradition der Hülser Bauerntracht stammen - dass sie auch an den klassischen Shanty-Look erinnern, passt in diesem Fall besonders, geht es doch ums Singen. Auch harte Arbeit werden beide Berufsgruppen gekannt haben - die Bauern ebenso wie die einfachen Seemänner.

Der Refrain von Jachtmanns Song ist in der Tat mitsingtauglich. Vor allem die Worte "van twentischdusend Jecke,/ donn send wee stolz, dat wee echte Hölsche send" im Refrain sind sehr eingängig. Wenn beim "twentischdusend Jecke" die Melodie zum Jubelruf nach oben steigt, hört man schon, wie auch der letzte, der noch nicht text- und melodiesicher ist, einsteigt und mitsingt.

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Und so steigt am kommenden Dienstag ab 13 Uhr auf dem Hülser Markt eine Art Warm-up-Party, bevor der Zug um 14.11 Uhr startet. Erst wird der Mundart-Sänger Willi Mölders, bekannt als "Ne Speetzbov", den Jecken einheizen. Dann kommen Jachtmanns Trio "Hölsche Böesch" mit dem gesamten Zugkomitee und laden die Hülser ein, das neue Lied anzustimmen.

"Oll 20 Züüsch - de Hölsche Jeck wörd nie müsch" - so lautet das Motto des Hülser Karnevalszuges, der am Dienstag zum 20. Mal durch Hüls zieht. "Trotz erheblich gestiegener Kosten und Auflagen ist unsere Freude an der Organisation eines solchen Mammut-Ereignisses ungebrochen und von einer Sorge um die Sicherheit ist bei unseren Teilnehmern wenig zu spüren", sagt Komitee-Ehrenpräsident Aloys Ganser und Frank Latsch, Vorsitzenden des Komitee Karnevalszug Hüls 1979. Der Zug wird immer beliebter: Mit 31 Fußgruppen und 25 Wagen führt das Komitee Karnevalszug Hüls 1979 den Zug mit zwei Kapellen an. Auf einer Strecke von 5,4 Kilometer und 1600 Zugteilnehmern werden rund 20.000 Gäste erwartet.

Das Lied "Wenn bongte Waare duer Hölsche Stroate trecke" kann bei YouTube oder bei Facebook auf der Seite Komitee Karnevalszug Hüls 1979 angesehen und gelernt werden.

(RP)