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Kaiser Wilhelm Museum Krefeld startet Aktion "Zwangspausen-Kunstwerk"

Kunstmuseen Krefeld : Post fürs „Kaiser William Museum“

Während der Schließung der Kunstmuseen soll die Aktion „Stay Home – Mail Art!“ einladen, „Zwangspausen-Kunstwerke“ im Briefformat oder als E-Mail zu schicken, die später ausgestellt werden.

Sie sind optisch der Inbegriff britischer Gentlemen, und sie treten fast ausschließlich gemeinsam auf: Gilbert Prousch und George Passmore. Als Künstlerduo Gilbert & George sind sie seit den 1970er Jahren einem breiteren Kunstpublikum bekannt durch großformatige Fotoarbeiten – Schwarz-Weiß-Aufnahmen, die sie mit Farbe und Textelementen versehen. Aus dieser frühen Zeit, vom März 1972, stammt auch ein Werk, das zur Sammlung der Kunstmuseen gehört, mit einer Postkarte aus London an den damaligen Museumsleiter Paul Wember – adressiert ans „Kaiser William Museum“.

Das Werk hat jetzt das Museumsteam auf die Idee gebracht, die Zeit der Schließung für eine Aktion zu nutzen. Unter dem Titel „Stay Home – Mail Art!“ sollen die zuhause Sitzenden „Zwangspausen-Kunstwerke“ entwerfen, und zwar im Briefformat oder als E-Mail. Diese sollen im Kreativlabor Studio  2 des  KWM ausgestellt werden – vielleicht schon im Juni. Bis dahin zeigen die Kunstmuseen Kostproben in ihren Online-Kanälen.

Die reiche Sammlung der Grußkarten, Fotos, Briefe und signierten Einladungen von Gilbet & George, so hoffen Museumleiterin Katia Baudin und ihr Team, soll dazu inspirieren, selbst als Mail-Art-Künstler tätig zu werden. In den 1970er-Jahren entstand diese Kunstform, die per Post unters Volk gelangte. Bis heute ist es ein Anliegen von Gilbert & George, viele Menschen zu erreichen, Botschaften zu verbreiten und subversiv Politik zu machen.  Kunst für alle ist der Anspruch der beiden Briten, und den setzen sie um mit einer spielerischen Note, die bis ins Naive schlagen kann und manchmal so kitschig wirkt, dass es schon wieder provoziert.

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Und das wünschen sich die Museumsleute von Krefeld: „Copy-Art, Collage, Fotografie, Zeichnung, Texte, Scherenschnitt, Pop-Up-Karte, 3-DGrafik – alles ist möglich. Die einzige Bedingung: Das Kunstwerk muss in einen DIN A4-Umschlag passen. Alternativ kann es als E-Mail geschickt und im Museum ausgedruckt werden. Alle Arbeiten, die zuhause in der Zeit vom 16. März bis zur Lockerung der Kontaktsperre entstanden sind, können eingeschickt werden. Es werden Arbeiten ausgeschlossen, die nicht den demokratisch-ethischen Grundsätzen entsprechen.“

Einsendungen an Kunstmuseen Krefeld, Joseph-Beuys-Platz 1, 47798 Krefeld, mit dem Vermerk „Mail Art“ oder per E-Mail an [email protected]