Krefeld: Jugendarrest für Großmarkt-Schläger

Krefeld: Jugendarrest für Großmarkt-Schläger

Weit unter den Forderungen der Staatsanwaltschaft blieb das Gericht im Prozess um eine Schlägerei am Krefelder Großmarkt. Der junge Mann, der Auslöser der Massenschlägerei war, wurde zu einem Jugendarrest verurteilt. Sechs der Angeklagten wurden zu Freiheitsstrafen von bis zu zwei Jahren verurteilt. Zwei Männer und eine Frau sprach das Gericht frei. Bei einer Vatertagsveranstaltung im Mai 2008 war der Haupttäter mit seinem Onkel und mehreren Bekannten zum Großmarkt gefahren und dort nach hohem Wodkakonsum betrunken zusammengesunken.

Die Hilfe eines Polizeibeamten hatte er mit wildem Um-sich-Schlagen quittiert. Seine Begleiter hatten die Hilfe als Angriff aufgefasst und waren dabei handgreiflich geworden. Dabei verletzten sie mehrere Beamte.

Einer der Polizisten, die sich bei der Veranstaltung privat aufhielten, war schwer verletzt worden. Aufgrund eines Knochenbruchs im Kopf war er längere Zeit arbeitsunfähig. Sehr zufrieden zeigte sich die Vertreterin des Geschädigten, Katrin Keller, nach dem Urteil. Das Gericht hatte ihrem Mandanten ein Schmerzensgeld von 5000 Euro zugesprochen. Im Rahmen der Bewährungsauflagen müssen drei weitere Täter insgesamt 3000 Euro zahlen. Das erspare ihrem Mandanten eine erneute Beweisaufnahme vor Gericht.

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Der Prozess hatte insgesamt elf Verhandlungstage mit zahlreichen Zeugen in Anspruch genommen. Der Staatsanwalt hatte Haftstrafen von bis zu dreieinhalb Jahren gefordert.

(RP)