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Krefeld: Jüdisches Gemeindezentrum: Einweihung im September

Krefeld : Jüdisches Gemeindezentrum: Einweihung im September

Nach fünf Jahren Bauzeit wird nun am 14. September das jüdische Gemeindezenturm in Krefeld eingeweiht. Den Mittelpunkt bildet dann die Synagoge mit Platz für 300 Personen.

Zur offiziellen Einweihung werden unter anderem die Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland, Charlotte Knobloch, und NRW-Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) erwartet. Die Baukosten für das jüdische Gemeindezentrum beliefen sich auf rund zwölf Millionen Euro, an denen sich das Land NRW, die jüdische Gemeinde sowie zahlreiche Spender beteiligt haben.

Fast genau 70 Jahre lang hatten den Angaben zufolge die Krefelder Juden keine Synagoge. Die 1853 erbaute und 1903 erweiterte große Krefelder Synagoge in der Innenstadt an der Petersstraße war beim Pogrom am 9. November 1938 zerstört worden.

Das neue jüdische Gemeindezentrum in Krefeld wurde vom Verein Stiftung Dr. Isidor Hirschfelder gebaut, der den Komplex an der Wiedstraße der Jüdischen Gemeinde Krefeld zur Verfügung stellte. Der Rat der Stadt Krefeld hatte dem Verein im Juni 2003 das Grundstück in der Innenstadt übertragen.

Der jüdischen Gemeinde in Krefeld gehören derzeit laut Stadtverwaltung rund 1100 Gläubige an, die am gesamten linken Niederrhein leben.

(afp)