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Jeder Krefelder verputzt 100 Tafeln Schokolade pro Jahr laut Statistik

Bilanz der Gewekschaft NGG : Jeder Krefelder nascht 100 Tafeln Schokolade im Jahr

Der 7. Juli ist der Internationale Tag der Schokolade. Die Krefelderinnen und Krefelder lieben die Süßigkeit heiß und innig: Jedes Jahr werden 2100 Tonnen verzehrt. Worauf man achten soll.

(ped) Die große Trude Herr war keine Krefelderin. Das widerspricht schon der Statistik. Die Kölner Schauspielerin steht 21 Jahre nach ihrem Tod immer noch für zwei musikalische Bekenntnisse: „Niemals geht man so ganz“ und „Ich will keine Schokolade“. In Krefeld aber ist der Appetit auf Süßes enorm. Zum Internationalen Tag der Schokolade am Donnerstag, 7. Juli, hat die Gewerkschaft Nahrung Genuss Gaststätten (NGG) eine Schoko-Bilanz herausgegeben: Danach verputzt jeder Krefelder fast 100 Tafeln pro Jahr.

Insgesamt werden jährlich in der Seidenstadt rund 2.100 Tonnen Schokolade verzehrt. Die NGG  stützt sich auf Berechnungen des Bundesverbands der Deutschen Süßwarenindustrie (BDSI). „Schokolade liegt bei den Süßigkeiten mit Abstand auf Platz eins. Umso wichtiger ist es, dass auch die Bedingungen stimmen, unter denen sie hergestellt wird“, sagt Claudia Hempel, Gewerkschaftssekretärin der NGG-Region Krefeld-Neuss.  Sie appelliert, beim Kauf auf das Fair-Trade-Siegel zu achten.  Dann könne man „sicher sein, dass die Kakaobauern in den Herkunftsländern zu vernünftigen Konditionen arbeiten. Aber auch bei vielen anderen Schoko-Produkten – vom Kakao-Drink über den Schokoladenpudding bis zur Praline – hat sich in den letzten Jahren enorm viel getan.“

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Hempel verweist auf das „Forum Nachhaltiger Kakao“, in dem sich die Gewerkschaft NGG mit 80 Herstellern, Verbänden und Organisationen zusammengeschlossen hat. Die Initiative setzt sich für die Abschaffung der Kinderarbeit, existenzsichernde Einkommen und einen Stopp der Entwaldung ein.

79 Prozent mache inzwischen in Deutschland der Kakao aus, der nachhaltig zertifiziert ist. Vor fünf Jahren seien es nur 45 Prozent gewesen.  „Schokolade gehört mittlerweile zu den Lebensmitteln, bei denen sich eine sozial- und umweltverträgliche Herkunft am besten nachvollziehen lässt“, sagt Hempel. Dies sei auch mit Blick auf das Lieferkettengesetz wichtig, das ab 2023 gilt. Es zwingt größere Unternehmen, Arbeits-, Menschenrechts- und Umweltstandards einzuhalten. Beim „Forum Nachhaltiger Kakao“ machen unter anderem Storck, Lindt, Haribo und Lambertz mit. Infos unter: www.kakaoforum.de